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vom 23.07.1998
Faßtransport rollte ohne Blockade
| gel Gorleben.
Drei Lkw mit 130 Fässern schwachradioaktivem Atommüll haben in der Nacht zum Mittwoch
das Zwischenlager Gorleben verlassen: in Richtung Morsleben, -zum dortigen Endlager. Etwa
30 Atomkraftgegner protestierten am Zwischenlager gegen den Transport, konnten ihn aber nicht blockieren: Mehrere Polizisten haben den Bereich um das Eingangstor abgeriegelt. Nach Angaben der Polizei gab es keinerlei Zwischenfälle. Der Protest des Gorleben- Widerstands richtete sich gegen den Transport, weil nach dem Atommülltransportbehälterskandal ein genereller Stopp für Atomtransporte gefordert wird. Bekanntlich war im Januar ein Gorleben-Faß in Morsleben aufgefallen, das etwa doppelt so stark außenkontaminiert war, als es die Eingangsbestimmungen im Endlager zulassen. Wie die Brennelementlagergesellschaft (BLG) Gorleben mitteilt, verlassen Tranporte wie der in der Nacht zum Mittwoch etwa wöchentlich das Zwischenlager. Die hiesige Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) dagegen kritisiert: "Es ist ärgerlich, daß die Gewerbeaufsicht Lüneburg als Landesbehörde dem zustimint, denn jeder weiß um die Sicherheitsdefizite des Endlagers Morsleben. " Die Einlagerung von Atommüll in der "T'ropfsteinhöhle" Morsleben sei verantwortungslos, so die BI Umweltschutz. |
Bearbeitet am: 23.07.1998/ad