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vom 08.01.1998
Erneute
Besetzung der Türme
| gel Gorleben. Atomkraft
gegner planen offenbar eine erneute Besetzung der
Fördertürme im Gorlebener Erkundungsbergwerk für ein
atomares Endlager. Nach Mitteilung der Turmbesetzer von
1990 wird derzeit an einem Konzept gebastelt, um diese Aktion mit möglichst 1300 Atomkraftgegnem zu starten. in einer Stellungnahme heißt es wörtlich: "Unsere Hauptforderung lautet nach wie vor: Sofortige Stillegung des Endlagerbergwerks in Gorleben sowie aller anderen Atomanlagen. Wir lassen uns nicht kaufen oder durch Schadensersatzforderungen mundtot machen - jetzt gehen wir erst recht wieder auf die Türme." Die 14 Tunnbesetzer von 1990 sind,bekanntlich vor dem Bundesgerichtshof mit einer Revision gescheitert. Damit droht den 14 Demonstranten eine Schadensersatzforderung des Bundes für Arbeitsstillstandzeiten während des Protestes von knapp 130 000 DM. Gegen das Urteil des Bundesgerichtshofes soll Verfassungsbeschwerde eingelegt werden. Die Turmbesetzer hatten jüngst aber auch ein zunächst nicht ernstgemeintes "Schlichtungsangebot an den Bund unterbreitet: Sollte der, Bund auf den angeblich entstandenen Schaden von rund 130000 DM verzichten, würde man im Gegenzug von einer neuerlichen Besetzung des Endlagergeländes , mit dann 1300 Teilnehmern ab sehen". Dieses
"Schlichtungsangebot" wird nunmehr
zurückgenommen. Die urspiünglich satirisch gemeinte
Ankündigung werde nicht mehr als Verhandlungsmasse
betrachtet, teilen die Turmbesetzer mit. 1990 sei man auf
die Türme gestiegen, um die Regierung Schröder/Griefahn
an ihr Wahlversprechen zu erinnern, das Endlagerbergwerk
zu schließen. Jetzt müsse gegen die "unverfrorene
Käuflichkeit" nicht nur der Gemeinde Gorleben und
Samtgemeinde Gartow, sondern |