lr Gorleben. Die hiesige Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) wertet Äußerungen der Polizeigewerkschaft (GdP) in Sachen Gorleben-Widerstand als Versuch, die "Gewaltdiskussion in den Medien weiter anzuheizen". Kritisiert wird vor allem eine Äußerung von GdP-Chef Lutz der in den Medien mit den Worten zitiert wurde: "Wenn die Entwicklung so weitergeht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis dabei auch Menschen verletzt oder getötet werden. " Gefordert wurde von Lutz auch der verstärkte Einsatz verdeckter Ermittler. Für die BI haben die Äußerungen nur einen Sinn: die öffentliche Meinung auf einen weiteren Transport einzustimmen und den Widerstand zu diskreditieren. Nutznießer dieser "Kampagne" seien die Betreiberfirmen. In einem Brief an die GdP fragt die Bl: "Hat eine Gewerkschaft nicht anderslautende Aufgaben als die, für andere, in diesem Fall die Energieversorgungsunternehmen, Politik zu machen? Ist es in diesem Zusammenhang vielleicht zu unspektakulär, von seinem jeweiligen Dienstherrn (in Niedersachsen ist das Innenminister Glogowski) zu verlangen, daß dieser das Umweltministerium zum Schutz seiner Polizisten endlich zu einer gründlichen Bewertung der Kuni-Studie über die Gefährlichkeit der Neutronenstrahlung veranlaßt?"