Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 03.12.2010

Röttgen kam, sah und blieb allein…

BI Umweltschutz sieht Röttgen am Ende seines Lateins: "Nur die dümmsten Kälber suchen ihren Schlachter selber."

"Es war nicht einfach, alle Gorleben-Gegner darauf einzuschwören, dass niemand bei der Ankunft des Bundesumweltministers demonstrierte, schließlich ist die Stimmung gegen den Atomkurs von Schwarz/Gelb in Berlin ziemlich aufgeladen", verriet die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) nach dem Besuch des CDU-Politikers. Aber es hatte geklappt: als Norbert Röttgen - witterungsbedingt - nun doch per Bahn und Wagen die Tore des "Erkundungsbergwerks" passierte, rieselte dort nur Schnee.

Sein Dialogkonzept, das Versprechen von Transparenz kommt bei den Atomkraftgegnern auch im Nachhinein nicht an. Die BI sieht darin lediglich eine PR-Offensive, der Bundesumweltminister mache nur Reklame für seinen Kurs, in Gorleben vollendete Tatsachen zu schaffen, schließe nach wie vor eine vergleichende Untersuchung verschiedener Gesteinsformationen aus und pfeife auf eine formale Öffentlichkeitsbeteiligung.

Unter dieser Prämisse lese sich seine Ankündigung, in die Offensive zu gehen ganz anders als in seinen leutseligen Erklärungen, er sei zum Zuhören gekommen. So hieß in seinem ersten Rundschreiben: "In der nächsten Zeit werde ich gemeinsam mit dem Bundesamt für Strahlenschutz weitere umfassende Informationen zur Verfügung stellen. Der weitere Prozess kann nur bei maximaler Transparenz und in einem offenen Dialog mit der Bevölkerung gelingen. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: "Röttgen will Gorleben durchsetzen, seine Entscheidung erläutern, das ist der Kern. Da kann nach 30 Jahren Täuschung niemand mehr mitspielen. Nur die dümmsten Kälber suchen ihre

Schlachter selber."

Bearbeitet am: 03.12.2010/ad


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