Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 14.10.2010

"Gorleben ist politisch nicht durchsetzbar"

BI Umweltschutz fordert Aufgabe des Endlagerprojekts"

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hat sich heute früh an den niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister gewandt. Die Initiative fordert die Aufgabe Gorlebens als Endlagerstandort. Zehntausende würden gegen die Atomkraft und Gorleben auf die Straße gehen. "Auf keinen Fall wollen wir die Konfrontation mit der Polizei", heißt es in dem Schreiben, gefordert sei eine politische Lösung. Wir veröffentlichen den Wortlaut des Schreibens.

"Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

voraussichtlich ab 5. November soll der nächste Castortransport aus dem französischen La Hague nach Gorleben rollen. Wir rechnen als Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) mit Zehntausenden Demonstranten. Gorleben steht symbolisch für die überholte Geschichte der Energienutzung aus Atomkraft. Gorleben ist politisch und geologisch verbrannt. Sie haben sich vorsichtig distanziert zu dem Plan des Bundesumweltministers Norbert Röttgen geäußert, der alternativlos an Gorleben als Endlagerstandort festhält. Es ist aus unserer Sicht jetzt geboten, mit Blick auf das Aktionsgeschehen und die politische Situation, den geplanten Transport abzusagen. Das Eingeständnis, dass Gorleben politisch nicht durchsetzbar ist, dass die Atomkraft keine Akzeptanz findet, wird Ihnen sicherlich nicht leicht fallen, aber nehmen Sie sich ein Beispiel an Ihrem Vorgänger Ernst Albrecht. Auf keinen Fall wollen wir die Konfrontation mit der Polizei, dieser Konflikt muss politisch gelöst werden. Wir möchten Sie bitten, in absehbarer Zeit mit uns über politische Lösungen zu sprechen."

i.A. Wolfgang Ehmke Sprecher der BI Umweltschutz e.V.

Bearbeitet am: 14.10.2010/ad


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