Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 14.03.2010

Geheimakte Gorleben

BI Umweltschutz bietet brisante Daten "zum Verkauf" – Einladung zu einer Pressekonferenz am 15.03.10 in Hannover

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) präsentiert
auf einer Pressekonferenz in Hannover am morgigen Montag (15.03.10)
brisante Dokumente auf einer CD. Die "Geheimakte Gorleben"
konterkariert die Behauptung des Bundesumweltministeriums, der
Salzstock Gorleben sei eignungshöffig und werde ergebnisoffen weiter
auf seine Eignung als Atommülldeponie für hochradioaktive Abfälle
erkundet.

In Anspielung an die CD´s mit Bankdaten von Steuerhinterziehern aus der
Schweiz bietet die BI diese Rarität Politikern und Journalisten "zum
Verkauf". "Es handelt sich um eine limitierte Ausgabe, aus
Vorgesprächen wissen wir, dass potentielle Käufer der Pressekonferenz
entgegen fiebern", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
"Bundesumweltminister Norbert Röttgen muss sich allerdings die
"Geheimakte Gorleben" auf unserer Fachtagung am 16./17. April in
Dannenberg persönlich abholen".

Mit dieser augenzwinkernden Aktion reagieren die Gorleben-Gegner auf
die Ankündigungen, dass Bundesumweltminister Norbert Röttgen am Montag
auf einer Pressekonferenz in Berlin die Aufhebung des
Gorleben-Moratoriums verkünden werde. Dem Vernehmen nach wird der
weitere Ausbau des Gorlebens nach Bergrecht, und zwar auf der Basis des
veralteten Rahmenbetriebsplans aus dem Jahr 1983, präferiert. So könne
die Öffentlichkeit weiter aus dem Verfahren ausgesperrt bleiben.
Ersatzweise, für den Fall des juristischen Scheiterns dieses Antrags,
solle laut Vorabberichten bei dem niedersächsischen Bergämtern ein
modifizierter "Neuantrag" gestellt werden.

"Damit hört für uns der Spaß auf", sagte Ehmke. "Alle taktischen
Varianten und juristischen Tricks des Bundesumweltministers zielen auf
den weiteren Ausbau Gorlebens als Atommüllendlager. Wer behauptet, dass
in Gorleben mit dem Auffahren von Einlagerungskammern und Schächten ein
Endlager erkundet wird, der belügt die Öffentlichkeit. Die 33 Jahre
alten Tricksereien schüren die Wut im Wendland. Mit Klagen und
Demonstrationen werden wir gegen die Einbahnstraße Gorleben
gegenangehen."

Pressekonferenz:
Montag, 15.3.2010 12 Uhr Hannover Restaurant Leineschloss, Präsidentensuite

 

Bearbeitet am: 14.03.2010/ad


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