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vom 12.02.2010

Citibankstudie: Atomkraft rechnet sich nicht

BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg "Wir rechnen mit der Atomkraft ab"

Atomkraft rechnet sich nicht - zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Citibank. Explodierende Kosten beim Bau der neuen Reaktorlinie im finnischen Olkiluoto bzw. dem französischen AKW-Standort Flamanville, die lange Bauzeit und der hohe Strompreis dämpften die Erwartungen der Branche auf eine "Renaissance".

"Ohne Staatskohle geht es nicht" zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen hohen E.on Manager. E.on und RWE erhofften sich den Zuschlag auf sechs neue Atomkraftwerke in Großbritannien.

"Was jeder weiß, wird durch die Citibank-Studie offenbar, die AKWs werfen erst nach rund 30 Jahren Laufzeit Gewinne ab, wenn sie abgeschrieben sind", kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Dazu passe, dass Vattenfall im Geschäftsjahr 2009 kräftige Gewinneinbrüche von 24,3 % verzeichnet, u.a. weil die beiden Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel seit geraumer Zeit wegen der Störfälle und der Dauerreparatur stillstehen.

Bürgerinitiativen aus dem Wendland und Norddeutschland werden am 21. April zu einem Anti-Atom-Treck nach Krümmel starten, um für die endgültige Stilllegung der Pannenreaktoren zu demonstrieren: "Wir rechnen mit der Atomkraft ab" - unflexibel im Einsatz, störanfällig, Bremser für den Ausbau der Regenerativen und keiner wisse, wohin mit dem Atommüll. "Der Bundesumweltminister Norbert Röttgen setzt trotz seiner grünen Krawatte auf die überholten Kraftwerksdinos, von der Schelte innerhalb der schwarz- gelben Koalition lassen wir uns nicht blenden, sondern trecken nach Krümmel."


Im November des vergangenen Jahres veröffentlichten Analysten der Citibank eine Studie unter dem knackigen Titel "New Nuclear - The Economics say no" (Neue Kernkraft - Die Ökonomie sagt nein), auf die die FAZ verweist.

https://www.citigroupgeo.com/pdf/SEU27102.pdf

 

Bearbeitet am: 12.02.2010/ad


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