Spendenaufruf-Nikolausaktion im Landtag 2006
Nikolaus im Landtag
Erste Zweifel an Gorleben wurden schon 1981 ignoriert. Auch im Dezember 2006 war die Politik mit den Betreibern der Atomenergie noch keinen Schritt weiter. Frohlockte über Millionen Einnahmen durch marode Kernkraftwerke. Und auch in der Frage der ungelösten Probleme der Endlagerung fiel denen immer nur Gorleben ein.
Politik und Atomwirtschaft litten offensichtlich unter Erkenntnisblockaden. Um denen mal einen neuen Impuls zu geben verschafften sich Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner Raum und Gehör zur aktuellen Debatte "Klimaschutz" im Landtag Hannover. Wir hatten den Eindruck, der von uns ausgehende Impuls tut den Abgeordneten gut -- es kam endlich Bewegung in den Laden.
Dass sie uns nicht alle lieben wissen wir ja. Immer stecken wir den Finger in die offene Wunde Atomkraft und Endlagerung. Das führt immer mal wieder dazu, dass sie uns polizeilich begleiten lassen. So geschehen Nikolaus 2006. Es gab für die 50 Nikoläuse aus dem Wendland ein paar Treffen mit der Justiz im Landgericht Hannover. Die meisten endeten mit Freispruch. Einige mussten 100 Euro dalassen, was uns nicht freut, aber auch nicht abschreckt.
Es gibt Beziehungen, die sind von längerer Dauer. 6 Nikoläuse blieben ohne Einladungen. Nun im Februar 2010, fast 4 Jahre danach, wünschte man uns in Hannover im Landgericht zu sehen. Arbeitstitel "Störung der Tätigkeit einer Gesetzgebungsordnung".
Wie kann man etwas stören, wenn doch keiner tätig ist. Darüber konnte mit dem Gericht keine Einigkeit erzielt werden. Das Gericht wollte uns mit je 200 Euro ärgern, sah aber doch den wachwerdenden Impuls durch uns auf die Abgeordneten und honorierte diesen mit 50 Euro, also 150 Euro pro Nikolaus. Da diese an das Frauenhaus in Lüchow gespendet werden, hielt sich unser Unmut in Grenzen.
Wer mit uns fühlt kann sich gerne unter dem BI-Spendenkonto Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg 44060721 (BLZ 25850110) unter dem Arbeitstitel "Nikoläuse verursachen Schlafstörungen" beteiligen.