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vom 10.11.2008

" Ran an die Atomanlagen - Gorleben vermASSELn!"

BI Umweltschutz bilanziert die bewegten Tage des Castorprotestes

Einen Tag später als von der Polizei veranschlagt  erreichte der 11. Castortransport nach Gorleben das Zwischenlager.

Tausende Atomkraftgegnerinnen und - gegner blockierten auf der Schiene und der Straße den Konvoi: In der Schlussphase verstellten Bauern in Quickborn mit 42 Schleppern die sogenannte Nordstrecke, weit über 1000 Menschen beteiligten sich an der gewaltfreien Sitzblockade vor dem atomaren Zwischenlager, 8 Personnen ketteten sich in Grippel an 2 Betonpyramiden. Es gab Aktionnen von Greenpeace und Robin-Wood vor dem Verladekran und am atomaren Zwischenlager.

16.000 Menschen demonstrierten am Wochenende gegen den durchsichtigen Plan der Energiekonzerne, Atomkraftwerke dauerzureparieren, um ihre vereinbarte Stillegung über die Legislaturperiode hinweg zu retten. " Atomwirtschaft und die CDU/CSU wollen Gorleben fertig machen, Allen Warnungen von Geologen zum Trotz. Doch wir sind zurück: Wir fordern den Atomausstieg. Das Moratotium in Gorleben darf nicht aufgehoben werden, der Standort ist politisch und geologisch verbrannt und wir lassen uns nicht fertig machen. Die 30 Milliarden Euro Rückstellung, die die Konzerne für die Nukleare Entsorgung steuerfrei zurückgelegt haben, müssen in einen öffentlich rechtlichen Fonds fließen.

"Lediglich 1,51 Milliarden Euro mussten die Konzerne bisher für den Schwarzbau in Gorleben blechen - dort wurde nicht nach Atom-, sondern nach Bergrecht unter Ausschluss der Öffentlichkeit gebaut. Dabei refinanziert sich die Atomwirtschaft selbst, denn die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE), die das Bergwerk betreibt,gehört zu 100 Prozent der Atomwirtschaft, das ist ein bisher unbeachteter Skandal." Im Wahljahr, so kündigten die Atomkraftgegner an, werde an den Standorten von Kraftwerken, die auf der Stilllegungsliste stehen - Neckarwestheim, Biblis, Brunsbüttel - protestiert und im Jahr 2010 beim nächsten Castortransport in Gorleben erneut demonstrativ Bilanz gezogen. "Wir geben der Politik eine Chance, sich zu bewegen. Jede Generation hat das Recht, einen Platz zu besetzen".

Bearbeitet am: 10.11.2008/ad


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