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vom 08.11.2008

"Zurück auf Start"

Anti-Atom-Protest in Gorleben/ BI Umweltschutz zieht Resümee

12.März 1977 - 16.000 Menschen demonstrieren auf einer Brandfläche gegen "das NEZ" - die niedersächsische Landesregierung hatte am 22. Februar Gorleben als Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum erkoren. Geopolitische Gründe gaben den Ausschlag dafür, wo eine Wiederaufarbeitungsanlage mit Brennelementfabrik und Endlager errichtet werden sollte. Das wird sich eines Tages noch bitter rächen: die WAA- Pläne wurden aufgegeben, am Endlager im Salzstock hielt die Politik fest und ignorierte alle geowissenschaftlichen Einwände.

8. November 2008, 31 Jahre später demonstrieren erneut 16.000 Menschen gegen Castortransporte und Gorleben als Atommülldeponie. In zwei Jahren spätestens läuft das Moratorium ab, ohne dass die Politik - weder Rot-Grün noch Schwarz-Rot - Konsequenzen gezogen hätte. "Zurück auf Start", heißt es für die BI Umweltschutz, "wir haben eine Chance und wir nutzen sie, um das Endlager Gorleben zu verhindern. Der Atomausstieg ist selbstverständlich das große Ziel". Gewerkschafter, Bauern, Umweltgruppen seien zusammengerückt und die Überraschung, die Renaissance der Anti-Atom-Bewegung sei geglückt. Der Schriftsteller Andreas Maier, einer der Kundgebungsredner in Gorleben rief den Demonstranten zu: "Ihr seid die einzigen Vorbilder, die man sich heute denken kann. Euer Tun werden sie später genauso als vorbildlich erklären, wie sie Sophie Scholl und die Weiße Rose zum Vorbild erklärt haben. Das werden sie immer dann machen, wenn alles zu spät ist."

Bearbeitet am: 08.11.2008/ad


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