| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | ||||||||
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vom 06.11.2008
Bundesweite Anti-Atom-Demonstration am 8.11. in GorlebenGorleben vermASSEln Atomkraft-nein danke!Gleich zwei Atommüllendlager stehen binnen einer Generation vor dem Aus Asse und Morsleben. Beides sind Salzgruben, wie Gorleben. Beiden wurden von Gutachtern und Behörden Standsicherheit bescheinigt, auch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe war darunter. Trotzdem lässt sich die BGR kurz nach dem Endlagersymposium in Berlin zu politisch und nicht geologisch motivierten Aussagen hinreißen und sieht Gorleben als eignungshöffig. Das Moratorium in Gorleben ist Folge massiver Zweifel an der Machbarkeit eines Endlagers in jenem Salz. Aus Asse lernen, heißt auf Gorleben verzichten, dafür demonstrieren wir! hält die BI fest. Das Herumtricksen der Energiewirtschaft, um Atomkraftwerke , die laut Atomgesetz
stillgelegt werden müssten, über die Legislaturperiode hinweg zu retten, führt wie das
Endlagerdesaster zu einer bundesweiten Unterstützung des Widerstands im Wendland.
Es reicht! Die Atomkraftwerke müssen stillgelegt werden, Gorleben muss raus aus dem
Pool möglicher Standorte für eine Endlagersuche, fordert die BI mit bundesweiter
Unterstützung. Anlass ist der 11. Castortransport, der aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage Cap de La Hague nach Gorleben rollt. Dieses Jahr werden 11 französische Behälter mit Typ TN 85 nach Gorleben transportiert, eskortiert von einem riesigen Polizeiaufgebot ca. 17.000 Beamte und flankiert von einem weitflächigen Versammlungsverbot. Die Polizei argumentiert wie in den Jahren zuvor mit einem angeblichen polizeilichen Notstand. Die Demonstration und Kundgebung am 8.11. ist jedoch von dem Versammlungsverbot nicht berührt, unterstreicht die Bürgerinitiative. Ohnehin ließe sich niemand von Versammlungen abhalten. Es ist ein Instrument der Kriminalisierung und Einschüchterung des Bürgerprotests, das längst ihre Wirkung verfehlt hat. Der Transport startet per Bahn am Freitagabend um 18.29 Uhr in Valognes und wird am Sonntag auf der Umladestation in Dannenberg erwartet. Bürgerinitiativen, Umweltverbände, Parteien und Gewerkschaften haben ihre Teilnahme
am Protest angekündigt. Die hohe Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die in diesem
Jahr erwartet werden, erfordert ein Demokonzept, das stark von vorangegangenen
Kundgebungen abweicht. Die Demo beginnt am Samstag um 13 Uhr in Gorleben mit einem
Startblock. Zuvor werden die Trecker der Bäuerlichen Notgemeinschaft schon
auf der Strecke sein: umrahmt von Musik der Gruppe Clangvarben und der Band
Schröder Roadshow werden internationale Gäste Grußworte an die
Demonstranten richten. Zu Wort kommen dort bereits Udo Dettmann vom
Asse-Koordinationskreis und Martin Donat, Vorsitzender des Atomausschusses im Kreistag
Lüchow-Dannenberg. Donat wird insbesondere ein Resümee ziehen, wie das Endlagersymposium
in Berlin gewertet wird. Trecker, Stelzenläufer und die Gruppe Xamba werden die Demo auf
den Weg zum Zielblock an den Atomanlagen bringen. |
Bearbeitet am: /ad