Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
und der
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus e.V.

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vom 05.11.2008

Empörung über Gorleben-Lobby

Auf große Empörung stößt bei Bürgerinitiativen die jüngste Stellungnahme der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zu Gorleben, "nach bisherigen Untersuchungen gebe es aus geowissenschaftlicher Sicht «keine Erkenntnisse», die gegen eine Eignung des Salzstocks (Gorleben) für die Endlagerung radioaktiver Abfälle sprächen". Für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg setzt die BGR mit "dieser platten Aussage" ihre wissenschaftliche Reputation aufs Spiel und boykottiert alle Bemühungen um Öffentlichkeitsbeteiligung in der Endlagerfrage.

"Das Endlagersymposium in Berlin war ein erster Versuch, Transparenz, Glaubwürdigkeit und Öffentlichkeitsbeteiligung in die Endlagerdebatte zu bringen. Nur drei Tage später konterkariert die dort auch vertretene BGR alle Bemühungen und bringt sich damit selbst um die Glaubwürdigkeit. Die BGR verschweigt, dass Geologen seit den 80er Jahren vor der Untauglichkeit des Gorlebener Salzstocks warnen. Die dem Wirtschaftsministerium unterstellte BGR scheint nur noch die Interessen der Atomindustrie vorantreiben zu wollen", fasst BI-Sprecher Francis Althoff den Unmut zusammen.

Auch die Bürgerinitiative in Ahaus reagiert völlig verstimmt: Deren Sprecher Felix Ruwe nahm in Berlin an der "Arbeitsgruppe Transparenz und Glaubwürdigkeit" teil: "Als Mitglied der Arbeitsgruppe 2 der Tagung, "Transparenz und Glaubwürdigkeit? ist es für mich nicht nachvollziehbar, dass eine teilnehmende Behörde drei Tage nach dem Symposium eine Erklärung zur Tauglichkeit des Salzstockes in Gorleben abgibt", so sein Fazit. Die Initiativen hoffen, dass sich durch diese "platte Propaganda-Show der Atomlobby" noch mehr Menschen auf den Weg zur bundesweiten Demonstration gegen Atomkraft am 8. November in Gorleben machen.

Bearbeitet am: 05.11.2008/ad


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