Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 08.09.2008

Grüne sollen sich klar von Gorleben verabschieden

BI Umweltschutz appelliert an den Bundesvorstand der Grünen

Das politische Berlin diskutiert nach dem Rücktritt des SPD-Vorsitzenden und der Klärung der K-Frage in der SPD über künftige Regierungskoalitionen. Gewählt werden aber nicht nur "Köpfe", sondern Kandidatinnen und Kandidaten mit Köpfchen. Das Festhalten an der Atomenergie blockiert Innovationen und eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik. "Die Kanzlerin hat mit ihren kopflosen Erklärungen pro Atom in den vergangenen Tagen den Rückwärtsgang in der Energiepolitik eingelegt", urteilt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Ihr unverfrorenes Plädoyer für ein atomares Endlager in Gorleben, ungeachtet der geologischen Zweifel an der Eignung Gorlebens, werde sich noch als Bumerang erweisen.

Die Asse II ist ein Menetekel für Gorleben, aus Sicht der Gorleben-Gegner müsse dringend die Frage aufgeworfen werden, warum in Deutschland bei der Endlagersuche gleich zwei Einbahnstraßen befahren werden: Gorleben als geologisch und politisch verbrannter Standort und Salzgestein als Endlagermedium. Besonders von den Grünen und der SPD, die den sogenannten Atomkompromiss zu verantworten haben, erwartet die Bürgerinitiative ein klares Abrücken von der Atomkraft und von Gorleben.

"Der Grünen Bundesvorstand sollte heute den Anfang machen und den schwarz-grünen Flirt beenden", so ein BI-Sprecher, eine ergebnisoffene Endlagersuche mit Gorleben im Pool sei ein Widerspruch in sich. "Wir haben nicht vergessen, dass der Grünen-Parteichef Reinhard Bütikofer im Sommer eine windelweiche Position vertrat, die Gorleben letztlich als Endlagerstandort nicht ausschloss."

Bearbeitet am: 08.09.2008/ad

 


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