Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 06.09.2008

Merkt Merkel nix?

Bürgerinitiative: Atommüll – Sicherheit darf nicht an Geld scheitern!

Mit Empörung reagiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg (BI) auf eine Festlegung Angela Merkels auf Gorleben als Endlagerstandort. Ohne jegliche wissenschaftliche Argumentation hatte die Bundeskanzlerin am Freitag geäußert, sie „habe keine Lust weitere Milliarden auszugeben“.

„Gorleben darf nicht im Wortsinn „eine billige Lösung“ für hochgefährlichen Atommüll werden“, fasst ein BI-Sprecher den Unmut zusammen. „Wer wohlwissend der gescheiterten Endlager Asse und Morsleben finanzielle Interessen, statt die Sicherheit der Bevölkerung als einzige Handlungsgrundlage sieht, handelt in höchstem Maße unverantwortlich“. Auch angesichts der Milliardengewinne der AKW-Betreiber sei Merkels Äußerung „ein billiger Witz, der uns alle teuer zu stehen kommen wird“.

Die BI weist darauf hin, dass bereits seit den frühen achtziger Jahren namhafte Geologen vor der Untauglichkeit des Gorlebener Salzstocks warnen, weil die geologischen Begebenheiten einen Austritt radioaktiver Stoffe in die Biosphäre nicht verhindern können. „Der umstrittene Standort Gorleben muss aufgegeben werden“, fordert die BI. „Auch weitere Castortransporte in die oberirdische Zwischenlagerhalle verschärfen nur unnötig den Druck auf ein untaugliches Endlager in Gorleben. Angesichts der katastrophalen Zustände der Endlager Asse und Morsleben ist eine weitere Atommüllproduktion unverantwortbar.“

Die Gorlebener Atomkraftgegner bereiten zum nächsten Castortransort für den 8. November unter dem übergreifenden Motto „ Atomkraft? Nein Danke!“ eine bundesweite Demonstration vor.

 

Bearbeitet am: 06.09.2008/ad


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