Endlagerkriterien vom Bundesumweltministerium veröffentlicht
Bürgerinitiative Umweltschutz beteiligt sich an Erkundung des Salzstockes Hamburg Othmarschen - Langenfelde
Nachdem nun die bereits vor Monaten angekündigte Veröffentlichung "Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle" des Bundesumweltministeriums vorliegt, wird die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) aktiv. Als Teilhaberin der "Münchhausen- Gesellschaft zur Förderung von Akzeptanzproblemen" (GeFAP) wirkt sie mit am Bau eines Erkundungsbergwerkes zur Untersuchung des Salzstockes Othmarschen- Langenfelde auf seine Eignung als Atommüll-Endlager.
Am Montag, den 18. August um 10 Uhr, beginnen die Arbeiten am Spritzenplatz in Hamburg. Zeitgleich werden sich Menschen in weißen Strahlenschutzanzügen aus Papier- der Transport soll ja sicher sein- in Hamburgs S- und U- Bahnen mit "Atommüllfässern" auf den Weg machen, um den entsprechenden Sachzwang zu schaffen. "Irgendwo muss der Müll ja hin?!" Gegen 12.30 Uhr werden die auf Sackkarren transportierten Fässer dann am Salzstock- Erkundungsbergwerk Othmarschen- Langenfelde eintreffen.
Das zehnjährige Moratorium (die Denkpause/der Baustopp) in Gorleben, das 2000 wegen geologischer, juristischer und politischer Zweifel in Kraft getreten war, wurde bisher nicht genutzt. Daher hat es sich die "Münchhausen- Gesellschaft zur Förderung von Akzeptanzprobleme"? nun zur Aufgabe gemacht, das Dilemma der nicht gelösten Atommüll- Entsorgung in die Öffentlichkeit zu tragen.
"So wie nur wenige Menschen wissen, dass es einen sehr wohl begründeten Baustopp in Gorleben gibt, leben die meisten Menschen in der Bundesrepublik in dem Glauben, die Castortransporte würden am Ziel ihrer Reise in Gorleben unterirdisch in einem Bergwerk endgelagert," so die GeFAP "Dass die hochradioaktiven Atommüllbehälter mit ungewisser Zukunft in einer luftigen Halle stehen, lässt die Debatte um Laufzeitverlängerungen und neue Atomkraftwerke in einem anderen Licht erscheinen. Die Entsorgung und das Endlagerdilemma dürfen beim Thema Atomkraft nicht ausgeblendet werden!", so die "Münchhausen- Gesellschaft zur Förderung von Akzeptanzproblem?.
Motivierte "Bergleute und Atommülltransporteure" können sich zur Koordination unter 05841-4684 im Lüchower BI-Büro melden.
Um 13 Uhr findet eine Pressekonferenz vor Ort am Spritzenplatz statt, zu der die vier Initiativen der Endlagerstandortekonferenz Asse, Morsleben, Schacht Konrad und Gorleben einladen.