BI mobilisiert gegen Jahrestagung Kerntechnik
Ein Bündnis von Anti-Atom-Gruppen aus ganz Norddeutschland mobilisiert zu Protestveranstaltungen gegen die vom 27. bis 29. Mai im Hamburger CCH stattfindende Jahrestagung Kerntechnik. Die Initiativen befürchten, dass die mehr als 1000 erwarteten Vertreter aus Atomwirtschaft und Politik nukleare Risiken verharmlosen und Atomkraft als weltweiten Klimaretter feilbieten.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg (BI) hat begleitend zur Tagung umfangreiche Protestkultur angemeldet. So beginnt bereits am Montag (26.05,) ab 19 Uhr die Protestveranstaltungen mit Musik mit der Band Rantanplan im CCH-nahen Schanzenpark. Ab Dienstag (27.05.). finden nach der Auftaktkundgebung um 8.30 Uhr bunte Proteste statt.
"Die Atombranche bemüht sich, die Akzeptanz für die Fortsetzung der Atomenergie zu verbessern. Vor allem in der Debatte um die Klimakatastrophe und bei der bis heute ungelösten Entsorgung der Atomabfälle will sie Punkte machen, um ihre Reaktoren länger laufen lassen zu können", so ein BI-Sprecher. "Die Aufrechterhaltung der Illusion um ein angebliches sicheres Atommüllgrab im Gorlebener Salzstock gehört mit zum Desinformationsmanöver". Ohne von den enormen Risiken der Atomenergienutzung zu sprechen, versuchen sie sich als Klimaretter aufzuspielen. Doch auch die Atomenergie ist nicht CO2- frei. Vom Uranabbau an, über zahlreichen Transporte und Herstellung von Brennelementen entsteht CO2.
Die vier AKW-Betreiber Vattenfall, E.On, EnBW und RWE investieren gerade in ganz großem Stil in die Fortsetzung der Klimakatastrophe: Insgesamt 19 neue Kohlekraftwerke wollen sie bundesweit bauen. Für 40 Jahre Betriebsdauer schreiben sie damit viel zu hohe CO2-Emissionen fest! Mit Klimaschutz haben diese Konzerne nichts am Hut. Beim Betrieb von Atomkraftwerken wie bei den neuen Kohlekraftwerken geht es laut der BI nur um Eines: Um die Gewinne für die Aktionäre.