Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 27.08.2007

Gorleben: Langes Protestwochenende

Für Samstag (01.09.07) mobilisiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg (BI) unter dem Motto „Gorleben brennt uns unter den Nägeln“ zu einer Demonstration an den Gorlebener Atomanlagen. In diesem Jahr rollt kein Castortransport mit hochradioaktivem Atommüll, weil ein dafür notwendiger neuer Behältertyp nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte. Die „Castorfreie Zeit“ wollen die Atomkraftgegner nun nutzen, um „unüberhörbar auf die Entsorgungsmisere aufmerksam zu machen“, so der BI-Sprecher.

„Denn obwohl nirgendwo eine auch nur annähernd sichere Atommüllentsorgung in Sicht ist, produzieren die Pannen-Atommeiler weiter. Die geplanten Endlager Gorleben und Schacht Konrad sind so „sicher“ wie die katastrophalen vom weiteren Absaufen und Einstürzen bedrohten Endlager Asse II und Morsleben. Dramatisch wird hier aufgezeigt, dass weder Atomindustrie noch Politik in der Lage sind, die Bevölkerung vor radioaktiver Verseuchung zu schützen. Die Konsequenz kann nur heißen, Atomanlagen sofort stilllegen“, fasst der BI-Sprecher zusammen.

Das Protestwochenende läutet die BI bereits am Freitagabend mit einer Informationsveranstaltung im Gasthaus „Wiese“ in Gedelitz ein, wo es auch eine Campmöglichkeit geben wird. Die Veranstaltung trägt den Titel „Die Mühlen der Justiz mahlen langsam - Oder der Kampf gegen Windmühlenflügel“. Ab 18 Uhr wird der Film „Auf Nummer sicher?“ über die Auswirkungen der geplanten biometrischen Vollerfassung gezeigt. Um 19.30 Uhr beginnt die Veranstaltung und Diskussion mit Beiträgen der RechtsanwältInnen Ulrike Donat, Sönke Hilbrans und Carsten Gericke zu Einschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit, Überwachungsstaat, Datensammlungen und Sonderdateien, sowie einer Kritik rund um den willkürlichen Missbrauch des Terrorismus-Paragraphen 129a.

Am Samstag startet der bunte Demonstrationszug um 12 Uhr in Gedelitz zu den Gorlebener Atomanlagen. Dort findet dann die Haupt-Kundgebung statt, bei der sich auch internationale Delegationen, u.a. aus Japan und Russland, mit den Gorleben- Gegnern solidarisieren werden. Der 1. September ist Anti-Kriegstag, und so ist u.a. neben Redebeiträgen der Endlagerstandorte, die mit einer Gemeinsamen Erklärung und Unterschriftensammlung eine Endlagerkampagne gestartet haben, auch ein Beitrag der Internationalen Ärzte gegen Atomenergie (IPPNW) zur Verknüpfung sogenannter „ziviler“ Atomenergienutzung mit dem militärischen Komplex angekündigt.

Nach der Kundgebung findet um 15:30 Uhr für alle bislang unentschlossenen Stromkunden eine „Stromwechsel-Party“ statt, bei der unter fachkundiger Beratung der Stromanbieter gewechselt werden kann. Ab 15 Uhr beginnt der Generation Move mit einer symbolischen „Staffelstabübergabe“ und einer Vielzahl von Informations-, Diskussions- und Kulturangeboten bis in den frühen Morgen. Das von der BI organisierte kulturelle Tagesprogramm wird musikalisch von den Bands „Aixellent“, „Schrottrommler“, „Beelzebub Airlines“, „Connexion Music“ und der „Kira Lee Band“ bestritten. Zudem regt das Pantomimen-Stelzentheater „Waldwesen“ mit ihrem Programm „Time on Earth“ zum Staunen und Nachdenken an. Für den Aufbau werden vor Ort am Freitag ab 14 Uhr noch Aufbauhelfer gesucht, sowie für Sonntagvormittag Abbauhelfer.

Flugblatt und Plakat:

Pressekonferenz mit Vertretern der Endlagerstandorte
Asse,
Morsleben,
Schacht Konrad und
Gorleben
Dienstag, 28.08.07, 10:30 Uhr, Restaurant „Leinschloss“, Hannover

Näheres zum „Generation-Move“:
Wilhelm Wittstamm 05844-99990

Bearbeitet am: 27.08.2007/ad


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