Deutsche Atommüllexporte nach Russland
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg lädt am 20. März um 20 Uhr im Cafe Grenzbereiche in Platenlaase zu einer Veranstaltung über Atommüllexporte von Deutschland nach Russland ein.
Die Betreiber der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau verfrachten ihren anfallenden Atommüll bis nach Sibirien. Unter katastrophalen Bedingungen werden dort die strahlenden Hinterlassenschaften aus Deutschland unter freiem Himmel "entsorgt". Zunächst mit dem Schiff, via Rotterdam nach St Petersburg, rollen die Strahlenzüge dann per Bahn bis zum Ural und sogar nach Irkutsk am Baikalsee in Sibirien.
Seit 1996 hat allein die UAA-Betreiberin Urenco aus Gronau über 20 000 t abgereichertes Uran nach Russland verschickt, um es dort billig auf der Wiese loszuwerden, so der BI-Sprecher. Aus Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden sind weitere 80 000 t abgereichertes Uran nach Russland verschifft worden, die westeuropäischen Atomunternehmen sind da sehr skrupellos.
Auf Einladung der BI informieren Vladimir Slivyak und Andrey Ozharovsky von der russischen Umweltschutzorganisation ECODEFENSE über dieses "russische Entsorgungsroulett" und die Proteste dagegen. Wer neben der Veranstaltung Interesse hat, mit den russischen Referenten bei ihrem Aufenthalt im Wendland zu sprechen, kann sich im BI-Büro (05841-4684) melden.