Aus für Gorleben gefordert
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg (BI) fordert nach den jüngsten Äußerungen von SPD- Fraktionschef Struck, der Salzstock Gorleben habe als Atommüllendlager Schwächen , das entgültig Aus für den umstrittenen Standort. Gleichzeitig wird aber sein Vorschlag für ein zentrales europäisches Endlager entschieden abgelehnt.
Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass sich über dem Gorlebener Salzstock auf sieben Quadratkilometern teilweise kein oder nur ein löchriges Deckgebirge befindet, dadurch würden hochradioaktive eingelagerte radioaktive Stoffe über Wasserverbindungen in die Biosphäre gelangen , fasst der BI-Sprecher die Untauglichkeit zusammen. Wir fordern das Aus für das unterirdische Gorlebener Atommüllklo mit Spülung nach oben und die Einstellung der Castortransporte in das oberirdische Zwischenlager, die trotz aller wissenschaftlicher Warnungen enormen Druck auf den Standort als Endlager machen. Politiker, die permanent ohne haltbare wissenschaftliche Argumente nach Gorleben schreien, vertreten rein finanzielle Interessen der Atomindustrie, nicht Sicherheitsbelange der Bevölkerung.
Eine im Wortsinn billige Lösung im Ausland für deutschen Strahlendreck dürfe es aber nicht geben. Die BI weist darauf hin, dass schon jetzt unter Polizeischutz und Protesten Atommüll aus der Urananreicherungsanlage in Gronau bis nach Sibirien verfrachtet und dort unter katastrophalen Bedingungen unter freiem Himmel entsorgt wird. Auch in Gräben im englischen Drigg nahe Sellafield liegt bereits deutscher Atommüll. Pläne für die Atommüllentsorgung von deren Folgen tausende von Generationen betroffen sein werden, gehören nicht als Geheimpapiere in Schubladen, sondern öffentlich gesamtgesellschaftlich diskutiert, fordert der BI-Sprecher.