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Gorleben im „Ausnahmezustand“

PR zu HA Schult-Kunstaktion „trash-people“ in Gorleben

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg und die Bäuerliche Notgemeinschaft freuen sich, dass der Aktionskünstler HA Schult durch seine spezielle Art die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu einem brisanten Thema wecken will. „Endlich mal ein willkommener Ausnahmezustand in Gorleben“, werten beide Protest-Initiativen, die sich seit über 27 Jahren gegen den Bau eines umstrittenen Endlagers zur Wehr setzen.

Seit über 60 Jahren, der schrecklichen Erfindung der Atombombe, existiert Atommüll. Seit drei Generationen also weiß weltweit niemand, wie der brisante Strahlenmüll sicher beseitigt werden könnte. Trotzdem wird durch den Betrieb der Atomanlagen jeden Tag der strahlende Atommüllberg weiter aufgetürmt. Seit über 27 Jahren demonstrieren die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg, die Bäuerliche Notgemeinschaft und andere Gruppen dagegen.

Trotz jahrzehntelanger wissenschaftlicher Erkenntnisse, dass der Gorlebener Salzstock das strahlende Erbe nicht vor dem Eintritt in die Biosphäre sichern kann, werden weiterhin Castortransporte in das oberirdische Gorlebener Zwischenlager verbracht. Damit wird der Salzstock trotz besseren Wissens und einer von der Bundesregierung angekündigten, aber nicht umgesetzten alternativen Standortsuche als Endlagerstandort immer wahrscheinlicher.

Die Menschen in Gorleben mussten bislang die acht größten Polizeieinsätze in der Geschichte der BRD ertragen. Ein absoluter Ausnahmezustand mit rechtsfreiem Raum. Im Wendland werden zugunsten wirtschaftlicher Interessen die Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit und Demonstrationsfreiheit im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten.

Mit Kreativität und Phantasie begegnen die Menschen im Wendland, seit der Standortbenennung Gorlebens 1977 zum nuklearen Entsorgungszentrums, der Atompolitik der jeweiligen Bundesregierung. Kunst und Kultur haben die 27 jährige Widerstandsgeschichte Lüchow-Dannenbergs beeinflusst und geprägt.

Die Trash people von HA Schult werden den Blick der Weltöffentlichkeit erneut auf Gorleben ziehen. Kaum ein Ort eignet sich mehr dafür, die Unbeherrschbarkeit der Atommüllproblematik aufzuzeigen. Wenn die Verantwortlichen der Atompolitik längst selbst zu Müll zerfallen sind, wird noch Jahrtausende die Hinterlassenschaft ihrer Macht- und Wirtschaftsinteressen die Erde radioaktiv verseuchen.

„Die Poesie des Widerstandes“ ist es, eine Globalisierung der Zerstörung unser Lebensgrundlagen zu verhindern. Durch die Aktionskunst des HA Schult wird der „spirit of Gorleben“ in die Welt hinausgetragen und danach wird in der Tat „nichts mehr so sein wie es vorher war“.

Bürgerinitiative Umweltschutz Bäuerliche Notgemeinschaft Francis Althoff Hans-Werner Zachow 0170-939 4684 0162-341 1263

Näheres zur Kunstaktion: www.haschult.de

Bearbeitet am: /ad


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