| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | ||||||||
|
vom 13.07.2004
AtomkraftgegnerInnen sammeln Energie vor dem Castortransport im November
| Auch in diesem Jahr lädt der wendländische Anti-Atom-Widerstand wieder
zum "Fest zum Protest". Diesmal lautet das Motto: "Mit Sport, Spiel,
Hochspannung gegen den Atomstaat". Anlaufpunkt für alle sind nicht wie letztes Jahr
die Gorlebener Atomanlagen, sondern diesmal die symbolträchtige "Seerauer
Eisenbahnbrücke", unmittelbar an der Castortransportstrecke zwischen Hitzacker und
Dannenberg. Die alte Brücke, die unter Denkmalschutz stand, ertrug das Gewicht der
Castoren nicht mehr. Sie wurde unter großem Protest abgerissen und für 10 Millionen Euro
durch eine neue "Castorbrücke" ersetzt. Wohl in der ersten Novemberhälfte wird
wieder eine fünfstellige Polizeiarmada den Transport von weiteren 12 Castoren aus der
Plutoniumfabrik La Hague in das Gorlebener "Zwischenlager" gegen unsere
Grundrechte durchsetzen wollen. Jeder Transport zementiert die "Gorlebener
Tropfsteinhöhle" als "Endlagerstandort" und dient nur den wirtschaftlichen
Interessen der Atomindustrie und dem Weiterbetrieb der Atomanlagen. Dagegen stellen wir
uns entschieden quer! Um nicht einzurosten und gemeinsam neue Energien zu sammeln, bietet
das Fest zum Protest wieder eine bunte Vielfalt. Neben einem alternativen Fussballturnier um den "Alt-Bräsig-Pokal", oder Wettbewerben mit unerwarteten, aber vielleicht nützlichen Gewinnen, gibt es Ausstellungen, Veranstaltungen, Kurzfilme, Infostände, Kinderprogramm und leckere Kalorien und Flüssigkeiten, nicht nur von der wendländischen VolXküche. Natürlich kann ab nachmittags bei Live-Bands auch das Tanzbein geschwungen werden! Lack of Limits, Microphone Mafia, Alice's Gun, Fargow und Xamba werden bis Mitternacht mit Volldampf dafür sorgen, dass auch die Seerauer Brücke mitschwingt. Von Freitag bis Sonntag kann auf der Wiese gezeltet werden. Weitere Infos folgen. Francis Althoff |
Bearbeitet am: 13.07.2004/ad