| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | ||||||||
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vom 30.09.2003
| Der Samtgemeinderat Gartow
wärme mit der Forderung nach einem Unterlagelabor im Erkundungsbergwerk Gorleben eine
olle Kamelle auf, denn das Thema ist durch, befindet die hiesige
Bürgerinitiative Umweltschutz (BI). Schon vor geraumer Zeit habe der Bundesumweltminister
Jürgen Trittin auf Drängen der Gorleben-Gegner/innen klar gestellt, dass ein
Untertagelabor im Widerspruch zu einem Moratorium auf der Endlagerbaustelle steht. Jeder Versuch, im Salzstock Gorleben den Einschluss wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle zu simulieren, werde eine Welle des Protests auslösen. Die Bürgerinitiative empfiehlt einen Blick auf entsprechende Versuche in der Asse, einem stillgelegten Kalibergwerk in der Nähe von Wolfenbüttel. Die Asse galt lange Zeit als ein solches Versuchslabor und ist unwiderruflich vom Absaufen bedroht. Dort lagern Tausende von Atommüllfässern, die dort verstürzt wurden. Dass es grundlegende Interessenunterschiede zwischen Entsorgungs- und Produktionsstandorten gibt, sei eine richtige Erkenntnis. Allerdings gingen CDU und SPD im Samtgemeinderat von völlig falschen Voraussetzungen aus, wenn sie den Vertrag, den die rot-grüne Bundesregierung mit der Stromwirtschaft geschlossen hat, jetzt in ihrer Entschließung huldigen. Der SPD- Fraktionsvorsitzende Klaus Legner hatte vorgetragen: Die damit entfallenden Atommülltransporte in das Zwischenlager dienen der Entspannung in der Auseinandersetzung um die Entsorgungsanlagen in der Samtgemeinde Gartow. 160 der 420 Stellplätze in der Castorhalle waren ursprünglich für die Abfälle aus den Wiederaufarbeitungsanlagen in La Hague und Sellafield bestimmt, erinnert die BI. Nach den Planungen der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) würden nun aber über 400 Castoren mit den WAA-Abfällen in Gorleben eingelagert. Von Entspannung kann also nicht die Rede sein, es wurde offensichtlich falsch geplant und Gorleben wird randvoll gepackt. Zu den Transporten aus La Hague kämen voraussichtlich schon ab dem Jahr 2004 Abfälle aus Sellafield und ab 2008 auch hochdruckverpresste Atomabfälle aus La Hague, so dass es künftig zwei bis dreimal im Jahr zu einem Tag X käme. Das bedeutet permanente Unruhe im Wendland. Angesichts dieser Entwicklung muss man nüchtern konstatieren, dass der SG-Rat in seiner Entschließung die nackten Fakten ignoriert, kritisiert die BI. Wolfgang Ehmke 0171/ 545 4684 |
Bearbeitet am: 30.09.2003/ad