| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | ||||||||
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vom 30.09.2003
Protestbriefaktion im Internet
| Der Gorlebenwiderstand geht bekanntlich weit über die Grenzen des
Wendlands hinaus. Aktuell verstärkt die BI die Zusammenarbeit mit dem Endlagerwiderstand
in Südaustralien. Hier wie dort ist keine wirkliche Lösung für das Atommüllproblem
vorhanden. Die australische Regierung versucht trotzdem gerade im Eiltempo ein
Atomülllager im südlichen Outback zu schaffen. Wenn es dabei jetzt zunächst angeblich
"nur" um ein Lager für schwachradioaktiven Müll geht, so schwebt doch in den
Köpfen von Industriellen und Politikern die Vorstellung, Australiens Wüsten als
internationalen Atommüllendlagerstandort anzupreisen. Dabei wird geflissentlich
übersehen, dass die Territorien nicht unbewohnbar sind. Das Land ist besiedelt. Die
Aborigines, Australiens Ureinwohner, werden hier gesellschaftlich immer noch auf die
unterste Stufe gestellt und in ihren Rechten weitgehend ignoriert, konstatiert ein
BI-Sprecher. Die BI-Umweltschutz Lüchow-Dannenberg unterstützt den Atomwiderstand in Südaustralien auf ganz konkrete Weise. So wird im Februar 2004 eine Vertreterin der BI auf Einladung der Organisation "Friends of the Earth" durch Südaustralien reisen. Entlang der geplanten, über 2000 km langen Atommülltransportstrecke soll über die Erfahrungen im Gorlebenwiderstand berichtet werden. Umgekehrt ist ein Vertreter der südaustralischen Anti-Atombewegung zum Castortransport im November 2003 eingeladen. Beide Besuche werden Gelegenheiten bieten, an der deutsch-australischen Vernetzung weiterzuknüpfen. Mit Australiens Ureinwohnern können sich Interessierte schon jetzt praktisch durch einen Protestbrief an den zuständigen Minister Mc Gauran solidarisieren. Die BI Umweltschutz hofft auf rege Teilnahme an der Briefaktion gegen das Endlagerprojekt in Billa Kalina. Damit sich Einzelpersonen und Organisationen per Email, Brief oder als Unterzeichner des Hauptbriefes beteiligen können, ist er im Internet bereitgestellt. Francis Althoff 05843-98 6789 0170-939 4684 |
Bearbeitet am: 30.09.2003/ad