Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
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vom 11.08.2003

Castorlager zu heiß?

Es ist anhaltend heiß und auch die Nächte bringen kaum Abkühlung. Ein Grund für die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg mit Blick auf die Aufbewahrungsgenehmigung des Castorlagers Fragen an den niedersächsischen Umweltminister Sander zu richten. Denn die Nebenbestimmungen schreiben vor, dass die Brennelementlagergesellschaft (BLG) Gorleben ab einer Erhitzung von Bauteilen auf 55 Grad Celcius bei einer Lufteintrittstemperatur von 27 Grad Celcius dieses der Atomaufsichtsbehörde mitteilen muss.

Hintergrund ist eine technische Besonderheit des Lagers, es soll "inhärent sicher" sein. Mit anderen Worten, die eintretende Luft kühlt die heißen Castoren und tritt in Lüftungsschlitzen an der Decke wieder aus. Eine aktive Kühlung ist ebenso wenig vorgesehen wie eine Filterung der Luft, die ausströmt - Fakten, die von den Gorleben-Gegner/innen immer wieder kritisiert wurden. "Wenn aber die eintretende Luft heiß ist und nicht mehr kühlt, was dann?" fragt die BI. Werden 60 Grad Celcius an Bauteilen des Lagers erreicht, so muss laut Auflagen der Einlagerungsbetrieb sogar unterbrochen werden. Diese Formulierung sei zu interpretieren: Die BI möchte von Hans-Heinrich Sander wissen, ob in diesem Fall die eingelagerten Behälter wieder ausgelagert werden müssen. "Ist dafür ein Notplan vorhanden? Oder muss die Halle gekühlt werden?" fragt die Bürgerinitiative. Im Interesse der Sicherheit fordert die BI eine rasche Unterrichtung der Öffentlichkeit.

Wolfgang Ehmke 0171/ 54 5 4684 oder 05863/98 30 76

Bearbeitet am: 11.08.2003/ad


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