| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | ||||||||
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vom 25.02.2002
| Auf der Endlagerbaustelle in Gorleben darf demnächst trotz des
Baustopps wieder gearbeitet werden. Nach einem Bericht der "Welt am Sonntag"
werden Wasserwerfer und Stacheldraht auf den festungsähnlichen Mauern, die das
obertägige Endlagergelände umgeben, auf Weisung des Bundesamtes für Strahlenschutz
(BfS) abgebaut. Zum 25. Jahrestag der Standortbenennung Gorlebens hatte die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg eingefordert, die Bundesregierung solle den Verzicht auf Gorleben erklären. Die geologischen Befunde bei der Erkundung des Salzstocks Gorleben sprächen gegen eine Eignung als atomares Endlager. Eine ergebnisoffene Endlagersuche, die parallel zu Gorleben seitens des Umweltministeriums angeschoben wurde, sei unglaubwürdig, solange die "Gorleben-Karte" am Ende wieder untergemischt werde. Mehrere Hundert Menschen hatten am vergangenen Wochenende rund um den 25. Jahrestag der Standortbenennung gefeiert, debattiert und demonstriert. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke resümiert: "Gorleben wird durch das Endlagerprojekt definiert. Darauf werden wir bei allen Aktionen, auch beim nächsten Castortransport, verweisen, denn die vorgeordneten Anlagen wie Castor-Lager und Konditionierungsanlage zementieren den Endlagerstandort Gorleben trotz der hanebüchenen geologischen Befunde." Um ein Zeichen zu setzen, sollte das BfS die Mauern einreißen, die die Endlagerbaustelle umgeben. Ehmke: "Doch werden wir den Zipfel "Moratorium" ergreifen und mit Vehemenz dafür eintreten, dass aus dem Baustopp in Gorleben das endgültige Ende des Endlagerausbaus wird." Wolfgang Ehmke 05863/ 98 39 76 od. 0171/ 54 54 684 |
Bearbeitet am: 25.02.2002/ad