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vom 20.02.2002

Endlagersuche - quo vadis?

Am 22. Febuar 1977 benannte Niedersachsens CDU-Ministerpräsident Ernst Albrecht Gorleben als Standort für ein "Nukleares Entsorgungszentrum" (NEZ). Ausschlaggebend für die Wahl Gorlebens waren geo-politische Gründe, erinnert die BI Umweltschutz: Lüchow-Dannenberg ragte wie eine Halbinsel in das Staatsgebiet der DDR hinein.

Die radioaktiven Emissionen aus der gigantischen Wiederaufarbeitungsanlage (WAA), die damals zum geplanten Projekt gehörte, hätten in erster Linie die Menschen in der DDR betroffen, die sich gegen das NEZ nicht wehren konnten. Der Salzstock unter dem Elbdorf war zwar nur "dritte Wahl", wie der niedersächsische Chefgeologe Prof. Gerd Lüttig Anfang der 90er Jahre unumwunden zugab, sollte aber alle hochradioaktiven Abfälle aufnehmen.

Die BI bilanziert: "Die WAA-Pläne konnten wir verhindern. Der Ausbau des Endlagers ist gestoppt. Doch bei der Endlagersuche wird die "Gorleben-Karte" am Ende wieder untergemischt, wenn wir uns nicht einmischen."

Mit einem gesonderten Infoblock wird deshalb im Rahmen der Aktivitäten im Gedenken an die Standortbenennung vor 25 Jahren zur Eignung des Salzstocks Gorleben Stellung bezogen. Der anschließenden Diskussion um die Arbeit des "AK End", den das Bundesumweltministerium mit der Vorauswahl eines nationalen Endlagers betraut hat stellen sich Prof. Dr. Klaus Duphorn, Geologe Jürgen Kreusch, Geologe. Beide sind Mitarbeiter des AK End. Nikolaus Piontek, Rechtsanwalt zahlreicher Gorlebenverfahren seit Standortbenennung wird das Endlagermoratorium und die jüngste Novelle des Atomgesetzes unter die Lupe nehmen. Die Veranstaltung wird moderiert von Wolfgang Ehmke, dem Sprecher der BI.

Samstag, 23. Februar 2002 um 16 Uhr im Café "Grenzbereiche" in Platenlaase

Wolfgang Ehmke 0171/ 54 54 684

Bearbeitet am: 20.02.2002/ad


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