Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
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vom 12.11.2001

"Von Gewöhnung keine Spur!"

Die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg ist mit der Beteiligung bei den Auftaktdemonstrationen anlässlich des zweiten Castortransportes, der in diesem Jahr von der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben rollt, zufrieden. Im Schatten des Krieges in Afghanistan sei der Atomkonflikt ein Randthema geworden. Von daher sei die überregionale Moblisierung immens erschwert. Hinzu kommt die permanente Einschränkung des Demonstrationsrechts durch Bezirksregierung, Polizei und Verwaltungsgerichten: "Eine Stunde nach dem geplanten Beginn der Kundgebung in Splietau erfuhren wir, dass das Verwaltungsgericht Lüneburg das Demo-Verbot nicht aufheben würde. Die vielen Menschen in der Region, die friedlich gegen die rot-grüne Atompolitik demonstrieren wollen, finden keine Möglichkeit, ihren ungebrochenen Protest auszudrücken", sagte ein BI-Sprecher. Gleichzeitig setzen die 15.000 Uniformierten von Polizei und BGS faktisch ein totales Demo-Verbot im Wendland durch, selbst der Zugang zu genehmigten Versammlung wurde behindert.


Dennoch gelang es Bauern an mehreren Orten überraschend die mutmaßliche Transportstrecke zu blockieren. Rund 300 Traktoren waren an verschiedenen Orten an den Protestaktionen beteiligt. Der Verkehr im Raum Dannenberg brach zeitweilig völlig zusammen. Auch den Teilnehmern der Bürgerblockade "WiderSetzen" gelang es in Splietau mit 500 Menschen auf die Strecke zu kommen.Die Vorhersage von Polizeieinsatzleiters Hans Reime, der Widerstand würde sich radikalisieren, entpuppte sich als billige Propaganda. "Entschlossen" und "besonnen" hätten sich die Castorgegner verhalten, hält die BI der Einsatzleitung entgegen.

Wolfgang Ehmke 0171/54 54 684

Bearbeitet am: 12.11.2001/ad


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