| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | ||||||||
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vom 22.02.2001
Die Grünen
Landesverband Niedersachsen
Landtagsfraktion
| Atomkonflikt
Sehr geehrte Damen und Herren, Im "Castorjahr" 2001 verlaufen die "Fronten" sehr bizarr. Es ist der erste Transport mit hochradioaktivem Material seit Verhängung des Castorstopps durch die CDU-Vorgängerin des grünen Bundesumweltministers Jürgen Trittin. Dieser führt ausgerechnet nach Gorleben, wo gerade grünes Licht für die Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) gegeben wurde und wo trotz des Moratoriums auf der Endlagerbaustelle niemand daran glauben mag, dass die Gorleben-Karte bei der Endlagersuche nicht ganz schnell wieder aus der Tasche gezogen wird. Es ist ein Transport, der sein muss, damit abgebrannte Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken wieder nach La Hague in die Wiederaufarbeitungsanlage rollen. Alles das und noch einiges mehr ruft uns auf den Plan: Gründe für Protest und Widerstand gibt es in Hülle und Fülle. Nur dass derjenige, der uns "in der Sache" Unrecht gibt, der Bundesumweltminister, heute ein Grüner ist. Wir wissen, dass für Grüne die Entscheidung, ob sie sich an Protesten und Aktionen beteiligen, ein Loyalitätskonflikt ist. Um so mehr wissen wir zu schätzen, dass der niedersächsische Landesverbandes der Grünen und eure Fraktionsvorsitzenden Rebecca Harms diesem Konflikt nicht ausgewichen sind und couragiert die "guten Gründe" angeführt haben, warum Proteste und auch Blockadeaktionen auch in dieser "bizarren" Situation gerechtfertigt sind. Von vielen Ortsverbänden eurer Partei erhalten wir Zuspruch. Anfragen, ob und wie wir unterstützt werden können, erreichen uns täglich. Diese Unterstützung ist uns auch weiterhin wichtig. So wie wir uns in der Vergangenheit über alle gefreut haben, die sich vor Ort bei uns
eingereiht haben, so würden wir es auch in dieser besonderen Situation begrüßen, am Tag
X (und davor) möglichst viele von Ihnen bzw. Euch hier bei uns zu sehen. Dabei gilt, was
bei der Breite des Gorleben-Widerstandes schon immer gegolten hat: jede/r setzt sich nach
seinen/ihren Möglichkeiten ein: als MitblockiererIn, als DemonstrantIn oder als
UnterstützerIn. Mit freundlichen Grüßen, i.A. des BI-Vorstandes |
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