| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | ||||||||
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vom 18.02.2001
| Die Polizei wirbt im Vorfeld des nächsten Castortransports nach Gorleben
verstärkt für ihr Konzept des "Konfliktmanagements". Am 28. Februar sollen auf
dem Campus der Universität Lüneburg Vertreter von Polizei und BGS sowie die
Regierungspräsidentin Ulrike Wolff-Gebhardt mit Kirche und Bürgerinitiative Umweltschutz
(BI) Lüchow-Dannenberg über das neue Polizei-Konzept diskutieren. Am Ende wird die
Diskussion jedoch ohne die Atomkraftgegner geführt. Diese lehnen nichtöffentliche
Veranstaltungen zu dieser Thematik strikt ab. Die BI begrüßt zwar, dass der Titel der Veranstaltung "Flexibles Konfliktmanagement der Polizei- eine Chance zum Vertrauensaufbau?" mit einem Fragezeichen versehen wurde. "Gern wären wir der Einladung zu der Podiumsdiskussion am 28. Februar gefolgt, um uns zu der aufgeworfenen Frage zu äußern. Wir sehen allerdings keinen Sinn in der Teilnahme an nichtöffentlichen Veranstaltungen. Der "Castorkonflikt" und dessen politische Bewältigung geht "alle" an", heißt es in der Antwort der Bürgerinitiative auf die Einladung zum Podiumsgespräch. "Uns irritiert darüberhinaus, wie im Vorfeld der Veranstaltung die Rolle der Konfliktmittler in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung beschrieben wird. Danach wollen die Beamten nicht nur für friedliche Kundgebungen werben, sondern auch "die Gewaltbereitschaft der Castor-Gegner im Wendland ausloten." (HAZ, 16.2. 2001) Das ist kein Beitrag zur Vertrauensbildung, ebensowenig wie die Bereitstellung der Expo-Käfige für die Ingewahrsamnahme von Castorgegner/innen," erklärt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Bleibt es bei dem Konzept einer nicht-öffentlichen Debatte, bliebe auch der Platz der BI verwaist. Wolfgang Ehmke 05863/98 30 76 od. 0171/ 54 54 684 |
Bearbeitet am: 18.02.2001/ad