Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
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vom 17.11.2000

Morsleben - Modell für Gorleben?

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sieht sich derzeit nicht in der Lage,  auf einer öffentlichen Veranstaltung im Wendland zu den massiven  Sicherheitsproblemen im Bundesendlager Morsleben - dort drohen bis zu 1000  Tonnen schwere Salzbrocken aus der Decke auf die bislang eingelagerten  radioaktiven Abfälle herabzustürzen - zu informieren. Die Bürgerinitiative  Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg nimmt das zum Anlass, kritische Fragen an  das Bundesamt zu richten.

Die Gorleben-Gegner/innen wollen wissen, ob die Standfestigkeitsberechnungen  auch für Gorleben überprüft werden, wie die Standsicherheit von Schächten,  Stollen und Kammern überprüft wird und welche Sicherungskonzept es für die  Phase des Offenhaltungsbetriebs während des Moratoriums gibt. Nachgefragt  wird auch hinsichtlich der Verantwortung für das Morsleben-Desaster.  BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: "Die Zuverlässigkeit der Morsleben- und  Gorlebenbetreiberin Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern  (DBE) ist aus unserer Sicht nicht mehr gegeben. Mit dem Brustton der  Überzeugung wies die DBE in der Vergangenheit alle kritischen Einwände zu  Morsleben und Gorleben zurück." Die BI möchte wissen, welche Konsequenzen nun  das BfS aus dem Versagen der DBE zieht.

Wolfgang Ehmke 0171/54 54 684

Bearbeitet am: 17.11.2000/ad


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