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vom 17.06.2000

Atomkraftgegner/innen sehen sich durch Konsenspapier düpiert

Appell zum Ausstieg „von unten"

Die Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Stromwirtschaft übertreffe noch alle zuvor gehegten schlimmen Befürchtungen der Atomkraftgegner/innen im Wendland, im Kern sichere der Vertrag den Bestandschutz der Atomreaktoren.

Speziell den Grünen hält die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg vor, umgefallen zu sein.„Nirgendwo findet sich in den Texten und Verlautbaren die Spur eines Kompromisses, an keiner Stelle wird deutlich, dass die Atomkraft eine unbeherrschbare Risikotechnologie ist: die Konsensrunde bedient allein die Interessen der Wirtschaft, die Haltung der rot-grünen Bundesregierung läßt sich nicht anders denn als Kniefall vor den Konzernbossen beschreiben," kommentiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Die Atomkraft sei nicht verantwortbar, die ungesicherte Entsorgung allein wäre ein Stilllegungsgrund, jetzt springe nicht einmal ein „Vorzeige-AKW" als Verhandlungsergebnis heraus, gleichzeitig rede die grüne Parteispitze die herbe Niederlage schön.

Was die Atomkraftgegner/innen im Wendland speziell wurmt:"Über 20 Jahre haben wir die Ausstiegsdebatte immer wieder angeschoben durch unsere Aktionen, jetzt wird Gorleben - wie zum Hohn - zum Atommüllzentrum. Wir haben in der Kohl-Ära nie den Mut verloren, in scheinbar ausweglosen Situationen weiterzumachen, wir lassen uns auch von Schröder und Trittin nicht demoralisieren." Wer den Vertragstext genau studiere, werde nachvollziehen können, wie tief die Verbitterung im Wendland reiche: aus der versprochenen Rücknahme der Atomgesetznovelle Angela Merkels (CDU), die auch Enteignung von Salzrechten zulassen wollte, um den Salzstock Gorleben weiter als Endlager auszubauen, wird jetzt nichts. Der Salzstock Gorleben wird trotz aller Einwände von Geologen weiter als eignungshöffig beurteilt.

„Das zähe Ringen um den Atomausstieg wird also fortgesetzt, wir sind sicher, dass viele Menschen, die sich jetzt wie wir düpiert fühlen, unseren Aktionen anschließen. Am 23. September wird in Gorleben für den Atomausstieg demonstriert," kündigte Ehmke an. Die BI Umweltschutz ruft außerdem dazu auf, den Atomausstieg auch durch den Wechsel des Stromanbieters zu vollziehen: „Wenn der Atomausstieg von oben nicht kommt, kommt er von unten".

Wolfgang Ehmke
0171 / 54 54 684

Bearbeitet am:17.06.2000 /ad


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