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vom 06.04.2000

BI will Trafohäuschen in Gorleben kaufen

Die Avacon beabsichtigt "das" Trafohäuschen zu zerstören. Im Landkreis ist das Trafohäuschen am Zwischenlager seit der Standortbennung von Gorleben als Treffpunkt der örtlichen Anti-Atombewegung bekannt. Es hat im Laufe der Jahre seine Bekanntheit weit über die Grenzen des Landkreises ausgedehnt und wurde immer wieder von Atomkraftgegnern als Untergrund für kunstvolle Bilder genutzt.

"Das Gebäude war für uns nie ein einfacher Treffpunkt. Es ist seit Jahren Symbol unseres Widerstandes, weil wir in seinem Schatten unsere Aktionen durchführten", so die BI-Vorsitzende Susanne Kamien. Die Bürgerinitiative versucht im Rahmen der Absprachen zwischen dem Landkreis und der Avacon das Haus zu übernehmen. Die Avacon lehnte bisher das Angebot der Bürgerinitiative ab und hat den Abbruch des Hauses angekündigt.

"Wer Symbole zerstört, versucht auch die Idee zu zerstören." gab auf der Mitgliederversammlung der BI bereits Susanne von Immhoff zu bedenken. Seit die Nachricht öffentlich wurde, haben viele Menschen aus dem Landkreis im Büro der BI angerufen und sich erkundigt, ob es sich hierbei um ein schlechten April-Scherz handele. "Wir haben dem Besitzer noch einmal, um ein Gespräch gebeten und hoffen weiter auf eine gütliche Einigung. Die Avacon hat uns bisher keinen Grund für ihre Entscheidung genannt hat, der Abriss währe eine reine Provokation, auf die wir natürlich reagieren würden." stellt Torsten Koopmann fest.

Am heutigen Freitag will die BI auf dem Strukturtreffen um 20.00 Uhr in den Trebeler Bauernstuben mit den anderen Widerstandsgruppen beraten, wie der Turm gerettet werden kann. "Wir haben uns bereits mit unseren Anwälten über juristische Schritte beraten, und heute abend legen wir unser weiteres Vorgehen fest."

Torsten Koopmann
(01 70) 4 76 46 84 

Bearbeitet am: 09.04.2000/ad


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