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vom 20.05.2000

Eisenbahnbrücke bei Seerau/Hitzacker wird repariert - Nächster Atommülltransport doch im Herbst?

Die Vorbereitungen für die Sanierung der Eisenbahnbrücke bei Seerau/Hitzacker sind angelaufen. Nach Informationen der Bürgerinitiative Umweltschutz ( BI) Lüchow-Dannenberg ist die Bahn AG an Grundeigentümer herangetreten, um Wegerechte zu erlangen. Die marode Jeetzelbrücke ist nicht tragfähig für die tonnenschweren Lasten eines Castortransports. Das Gelände ist morastig und nicht leicht zugänglich für Bautrupps.

Deshalb wurde für Atommülltransporte nach Gorleben zwischenzeitlich der Umweg über die Verladestation Arendsee (Sachsen-Anhalt) angestrebt, ein entsprechender Antrag liegt dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bislang vor, ohne dass er negativ oder positiv beschieden wurde. Nun geht die Bahn AG die Reparatur der Brücke bei Hitzacker an, zeitgleich ist der Ausbau der Verladestation in Breese/Marsch am Ortsrand Dannenberg beantragt, wo die Castoren, die als Six-pack angeliefert werden sollen, von der Schiene auf die Straße umgeladen werden.
„Die Aktivitäten der Bahn AG deuten darauf hin, dass noch im Herbst nach der Expo die sechs Behälter mit hochradioaktiven verglasten Abfällen aus der Wiederaufarbeitungsanlage Cap de la Hague nach Gorleben rollen sollen“, folgert die Bürgerinitiative aus den Planungen der Bahn AG. Die Baumaßnahmen würden von den Atomkraftgegner/innen mit Sicherheit kritisch begleitet.

Wolfgang Ehmke
05863/ 98 30 76
(ab Mo 0171/ 54 54 684)

Bearbeitet am: 20.05.2000/ad


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