Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
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vom 12.02.2000

Au weia, Gunda!

 In scharfer Form weist die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg die Äußerung der Grünen-Vorstandssprecherin Gunda Röstel zurück, die die Wiederaufnahme der Castortransporte in einem Interview als „einen richtigen und unausweichlichen Schritt" bezeichnet hatte. Allerdings, so Röstel gegenüber der „Saarbrücker Zeitung" müssten die Sicherheitsauflagen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) eingehalten werden.

„Frau Röstel übersieht, dass neben der äußerlichen Kontamination, das gesamte Castorkonzept auf den Prüfstand gehört, seitdem die ARD-Sendung Plus-Minus Anfang Januar endlich öffentlich machte, dass es keine Fallversuche mit Originalbehältern gab und deren Bruchsicherheit lediglich errechnet wird," kontert die BI. Richtig und unausweichlich seien die Transporte nur, wenn Sicherheitsbedenken zurückgestellt werden und der ungestörte Reaktorbetrieb in den Mittelpunkt politischen Handelns trete, argumentiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. „Mit diesem Interview unterstützt Frau Röstel die Linie Jürgen Trittins, dessen erklärtes Ziel es war, die Verstopfung der AKW´s mit abgebrannnten Brennelementen und damit eine Stillegung auf kaltem Wege zu verhindern. Mit derartigen Äußerungen machen sich die Grünen als Atomausstiegspartei unglaubwürdig."

Wolfgang Ehmke
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0171/ 54 54 684

Bearbeitet am: 12.02.2000/ad


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