| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
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vom 27.01.2000
BI nicht überrascht über neue
Transportankündigung
| Die Aufhebung des Castortransportestopps ist gerade einen Tag alt, die
Aufregung um diesen Schritt des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) hat sich noch gar
nicht gelegt, da berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung, noch im Herbst 2000 nach
der Expo würde auch ein Transport nach Gorleben stattfinden. Eine Überraschung ist das für uns nicht", sagte Wolfgang Ehmke, Sprecher der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Noch vor kurzem hatten der grüne Bundesumweltminister Trittin den niedersächsischen Ministerpräsidenten Gabriel gewarnt, er solle sich der Ankündigung, im Expojahr 2000 gäbe es keine Gorleben-Transporte, nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Hintergrund ist das Gerangel um die 6 Behälter, die mit hochradioaktiven Glaskokillen in La Hague seit März 1998 beladen stehen. Ein Transportantrag über den Bahnhof Arendsee ist gestellt und wird vom BfS bearbeitet. Es kann nicht angehen, dass die rot-grüne Bundesregierung bei der Atommüllentsorgung in die Fußstapfen der Kohlregierung tritt", kritisiert die BI Umweltschutz. Die Aufhebung des Transportestopps sei allein im Interesse der AKW-Betreiber. Zu einer Neuordnung der Entsorgung hätte nach Ansicht der BI mindestens die Frage gehört, warum die AKW-Betreiber ihren Müll nicht selbst zurücknehmen. Sicherheitsbedenken werden zeitrangig, um die Konsensverhandlungen nicht zu belasten", hält Ehmke dem Bundesumweltminister vor: Der Gesichtsverlust der grünen Entscheidungsträger nimmt galoppierend zu, natürlich gehen wir gegen Castortransporte auf die Straße, auch wenn der Umweltminister Trittin heißt." Die Expo selbst sei nicht sakrosankt als Bühne für den Protest, wenn statt eines Castors in nächster Zeit grünes Licht für die Genehmigung der Pilot-Konditionierungsanlage gegeben werde, unterstrich die BI. Wolfgang Ehmke |
Bearbeitet am: 27.01.2000/ad