| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
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vom 19./20.12.1999
Arendsee als
Castor-Verladestation ist noch nicht vom Tisch
| "Solange der Antrag der Nuclear Cargo
Service (NCS), einen Castortransport über den sachsen-anhaltinischen Bahnhof Arendsee
abzuwickeln, nicht zurückgezogen ist, gehen wir von einem Transporttermin im Frühjahr
2000 aus". In dieser Einschätzung waren sich die rund 30 Atomkraftgegner/innen aus
der Altmark und dem Wendland bei einer ersten gemeinsamen Sitzung am Wochenende einig. Entsprechende Presseberichte über mögliche Transporttermine erst nach dem Ende der EXPO 2000 - die Rede war vom Oktober des nächsten Jahres - hatten für Irritationen gesorgt. Klar sei, so die Einschätzung der Anti-Atom-Aktivisten, dass die Innenminister der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt aus unterschiedlichen Erwägungen die polizeilichen Großeinsätze zur Transportsicherung ablehnten. "Der Antrag aber ist gestellt", warnte der Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke, "und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) prüft". Einen aktiven Beitrag zur Verhinderung der Transporte leiste man, wenn sich die Anti-AKW-Initiativen praktisch auf Widerstandsaktionen schon im Frühjahr einstellten. Mit Bedacht waren als Sitzungsort der ehemalige Grenzort Lübbow ( "Jägerstuben") gewählt, denn dass es in den Köpfen der Menschen immer noch Grenzen zu überwinden gilt, sei unbestritten. Über 20 Jahre lang wird im Wendland bereits um das Thema Atom gestritten, in der Altmark solle nun zunächst Infoarbeit über die Gefahren der Atomkraft und der Atomtransporte geleistet werden. Kartenmaterial über mögliche Routen kursierten, Entwürfe für Flugblätter und Plakate wurden angedacht, und Verabredungen getroffen bis hin zu einer ersten Demonstration in Salzwedel oder einen Anti-Atom-Zug auf der Strecke Salzwedel-Arendsee. "Natürlich erwarten wir Lüchow-Dannenberger den Konvoi mit hochradioaktiven Kokillen aus der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague nicht erst an der Landkreisgrenze", stellte Ehmke dennoch klar. Für Anfang Januar wurde ein Folgetreffen verabredet. Wolfgang Ehmke |
Bearbeitet am: 18.12.1999/ad