| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
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vom 19.11.1999
PKA-Gerangel - Endlagermoratorium weiter in der
Schwebe - Gorleben-Forum Geldhahn zugedreht
| "Wir haben die öffentlichen Schaukämpfe zwischen den Herren
Jüttner und Trittin satt: die Interessen der Atomkraftgegner/innen bleiben dabei auf der
Strecke" - mit diesen Worten quittiert die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg das
Ultimatum des niedersächsischen Umweltministers Wolfgang Jüttner (SPD) an seinen
Berliner Amtskollegen, Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne). Eine Genehmigung der
Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) in Gorleben wäre eine Blamage für beide, sagte
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Bekanntermaßen verfolge die Gesellschaft für Nuklearservice
( GNS) allein das Ziel, ihre Investitionen von rund 800 Millionen DM ins Trockene zu
bringen. "Die GNS hat kein Bescheidinteresse, weil die PKA überflüssig ist, und wir
erwarten von Jüttner und Trittin, dass sie in dieser Frage zusammenwirken", fordert
die BI. Peinlich sei es auch, dass die Öffentlichkeit am Rande dieses Ministergeplänkels erfahre, dass der Weiterbau im Endlagerbergwerk für weitere 3 Monate genehmigt sei. "Wochenlang haben wir uns bemüht, einmal eine klare Aussage zum Moratorium zu erhalten, nun können wir es einem Nebensatz aus Jüttners Munde erfahren. Ehmke:"Wir fühlen uns verschaukelt" Mittlerweile hat sich Jürgen Trittin für einen öffentlichen Dialog über die Endlagersuche ausgesprochen. In einem Brief an die Bürgerinitiative regt er an, ein solchen Bürgerforum in der zweiten Hälfte des Jahres 2000 zu veranstalten, weil dann mit ersten Zwischenergebnissen des BMU-Arbeitskreises "Auswahlverfahren Endlagerstandorte" zu rechnen sei. Die Haushaltsmittel, die für das Endlagerbergwerk im Jahr 2000 eingestellt sind, dienten in erster Linie der Offenhaltung des Bergwerks und "keineswegs für die Fortsetzung der bergmännischen Erkundung", schreibt der Minister. Bittere Pille für das Gorleben-Forum: seitens des BMU geht das Gorleben-Forum neuerdings finanziell leer aus. "Das finden wir natürlich gut, denn wer sich vertraglich mit der GNS verpflichtet wie die Gemeinde Gorleben und die Samtgemeinde Gartow als Kern des Forums, die PKA und Castortransporte hinzunehmen, dem stehen keine öffentlichen Mittel für das Akzeptanzgeschäft zu", schreibt die Bürgeriniative. Wolfgang Ehmke |
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