Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
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vom 21.10.1999

Arendsee neue Castorverladestation

 Die Nuclear Cargo Service (NCS) hat beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) einen Antrag für einen Kokillentransport nach Gorleben vorgelegt, der über Arendsee (Sachsen-Anhalt) abgewickelt werden soll. Das erfuhr die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg aus "gut unterrichteten Kreisen" einen Tag, nachdem das BfS noch kundtat, dass "voraussichtlich" kein Castortransport mehr in diesem Jahr rollen werde.

Die Nuclear Cargo Sercice, eine Bahntochter, ist als Konsequenz aus dem Kontaminationsskandal zum Generaltransporteur ernannt worden. Sie hatte die Hanauer Firma Nukleare Transportleistungen GmbH (NTL) abgelöst, nachdem die NTL in die Schlagzeilen geriet. Hintergrund für die Strategie der NCS ist die Tatsache, dass die Reparatur einer Bahnbrücke bei Hitzacker auf der Strecke Lüneburg - Dannenberg nicht vor Herbst 2000 abgeschlossen ist.

"Solange wollen die Atomfirmen Cogéma und Brennelementlagergesellschaft Gorleben (BLG) nicht warten. Wir fahren den 6 Waggons mit der heissen Fracht entgegen", kündigte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke an. Von ihrer Reise nach La Hague, wo die Behälter zum Abtranport bereitgestellt wurden, erhoffen sich die Gorlebengegner/innen auch konkretere Hinweise auf mögliche Transporttermine.

 Wolfgang Ehmke 05863/1857

Bearbeitet am:21.10.1999 /ad


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