Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
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vom 20.10.1999

99 Millionen für das Endlager Gorleben im Jahr 2000

Für die Endlagerung radioaktiver Abfälle sind im Etat-Entwurf des Bundesumweltministeriums für das nächste Jahr 319,23 Millionen DM ausgewiesen. 99 Millionen DM sollen im Jahr 2000 in das Gorleben-Projekt fliessen, das wäre ein leichter Rückgang gegenüber 1999, wo noch 118 Millionen DM veranschlagt wurden. Allerdings gibt diese Summe Rätsel auf: die BI Umweltschutz möchte vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das im Auftrage des Bundes in Gorleben die "Endlagererkundung" betreibt, wozu diese 99 Millionen DM verwendet werden sollen: "Geht es nur noch um die Konservierung des bisherigen Ausbaus, so ist diese Summe zu hoch gegriffen", argwöhnt die BI.

Die Umweltschützer mahnen darüberhinaus an, dass die Ergebnisse des Untersuchungsprogramms "Gorleben-Nord" veröffentlicht werden. Im Rahmen der BI-Fachtagung zum Endlager Gorleben verwies der Kieler Geologe Prof. Klaus Duphorn auf oberflächennahes Salzwasser im Raum Groß Wootz und schloss nicht aus, dass es Wasserwegsamkeiten gibt, die vom Salzstock bis zur Erdoberfläche reichten. "Im Puzzle um die Eigungsfrage ist das ein weiterer gewichtiger Baustein, der die Ungeeignetheit des Salzstocks belegt", unterstreicht die Bürgerinitiative.

Wolfgang Ehmke
05863/1857

Bearbeitet am: 19.10.1999/ad


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