Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
Drawehnerstr. 3
29439    LÜCHOW
Tel. +49 (58 41) 46 84
Fax +49 (5841)  31 97
Bürozeiten:
Mo., Mi., Fr. & Sa von 9-12 Uhr
Di. &  Do.,  15-18.30 Uhr  
Spendenkonto:                               Kreissparkasse Lüchow (BLZ 258 513 35) 2060 721
Steuerabzugsfähige Spenden:     Kreissparkasse   Lüchow (BLZ 258 513 35) 2 050 094,  mit dem Vermerk  "Spende zugunsten der BI Umweltschutz  Lüchow-Dannenberg e.V."

vom 18.10.1999

Gorleben-Widerstand zu Besuch in La Hague

Erzwingt eine Klage französischer Umweltschützer die "Rückführung" hochradioaktiver Abfälle aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage (WAA) Cap de la Hague? Im Vorfeld ihres La Hague-Besuches wurde die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) von der Partnerorganisation CRILAN vom Stand der juristischen Auseinandersetzung um die gesetzliche Bestimmung aus dem Jahr 1991 unterrichtet, die eine Lagerung radioaktiver Abfallprodukte aus der Wiederaufarbeitung aus Zulieferländern in Frankreich verbietet. Erstmalig in der Firmengeschichte des WAA-Betreibers Cogéma nahm ein Richter Untersuchungen auf und ordnete einen Ortstermin an: Beklagt wird, dass der Nuklearabfall aus der Wiederaufarbeitung vor Ort gelagert und nicht beseitigt wird. Natürlich ging es dabei auch um die sechs Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen, die seit März 1998 für den Abtransport nach Gorleben bereitgestellt wurden. Der Cogéma, deren Jahresumsatz nach Angaben der französischen Zeitung "Libération" rund 10 Milliarden DM ausmacht, droht eine kolossale Strafe, wenn Untersuchungsrichter Frédéric Chevallier der Klage stattgibt.

"Uns steht eine schwierige Mission bevor, wenn wir Ende Oktober La Hague einen Besuch abstatten, denn die Klage erhöht den Termindruck in Sachen Castortransport nach Gorleben", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die Lüchow-Dannenberger Atomkraftgegner/innen wollten deutlich machen: die gemeinsame Zielperspektive müsse darin liegen, die Wiederaufarbeitung zu beenden. "Glaubhaft werden wir in La Hague nur, wenn wir in Deutschland unter Beweis stellen, dass es nicht nur um die Blockade von Castortransporten in Gorleben oder Ahaus geht, sondern um den Atomausstieg und den Abschied von der Wiederaufarbeitung."

Der Busreise nach La Hague, die vom 28.-31.Oktober stattfindet, komme von daher eine große Bedeutung zu. Neben der Debatte mit den französischen Umweltschützern stehen auch eine Besichtigung der WAA und eine Aktion im Rahmen eines internationalen Aktionstages gegen Atomtransporte am 30. Oktober auf dem Programm.

 

Wolfgang Ehmke 05863/1857

Bearbeitet am: 18.10.1999/ad


zurück zur Homepage

zurück zur Homepage der BI