Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
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vom 02.10.1999

Atomkraft ist unberrschbar

 Gerade noch hatten 570 deutsche Wissenschaftler einen Appell veröffentlicht, um den Ausstieg aus der Atomenergie zu verhindern. Die Einschätzung ihres Sprechers, des Stuttgarter Energiewissenschaftlers Alfred Voß, die gesundheitlichen Risiken der Atomkraft seien nicht höher als die der Windkraft, wird schlagartig durch reale Vorkommnisse in Japan widerlegt.

In einer Brennelementfabrik in Tokaimura kam es zu einer unkontrollierten Kettenreaktion. Das Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht abschätzbar. "Als hätte es eines erneuten Beweises bedurft, dass die Atomkraft nicht beherrschbar ist, konterkariert jener Störfall im high-tech-Land Japan den billigen und effektheischenden Vergleich von Atomkraft und Windenergie", kritisiert die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg.

"Unsere Antwort auf so viel wissenschaftliche Unvernunft kann nur sein, mit vielen Menschen für den Atomausstieg zu demonstrieren, damit die rot-grüne Bundesregierung zur Vernunft kommt und ihr Wahlversprechen Atomausstieg anpackt", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Die allernächste Gelegenheit ergibt sich am 3. Oktober um 14 Uhr in Gorleben, wenn gegen die Inbetriebnahme der Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) Gorleben demonstriert wird.

 

Wolfgang Ehmke
0171/54 54 684

Bearbeitet am: 02.10.1999/ad


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