| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
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vom 30.09.1999
"Endlager Gorleben- Argumente für das
Ende des Projekts"
| Das Moratorium für die Endlagerbaustelle in Gorleben läßt weiter auf
sich warten. Vor Kommunalpolitikern aus dem Raum Gartow-Gorleben mochte sich der
Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, nicht festlegen, ob
der angekündigte Baustopp noch in diesem Jahr, im Jahr 2000 oder erst kurz vor dem Ende
der Legislaturperiode kommt. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hatte im
Februar bei seinem Besuch im Wendland noch ein Moratorium bis Ostern 99 in Aussicht
gestellt. "Dieses Roll-back ist nicht länger hinnehmbar", hält die Bürgeriniative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg dem entgegen. "Es ist davon auszugehen, dass es auch in diesem Fall - wie generell in der Frage des Atomausstiegs - um etwaige Entschädigungsforderungen der Atombetreiber geht, nur so lässt sich die Zögerlichkeit des BfS erklären", mutmaßt die BI. Schließlich, so erinnert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, sei das BfS im Auftrag des Bundes selbst Antragstellerin für den Weiterbau in Gorleben. Sachlich angemessen sei die Beendigung der Endlagerbauerei, die bereits 2,2 Milliarden DM verschlungen hat. Die Bürgerinitiative lädt zum 9. Oktober zu einem Endlagersymposium ein, um die fachlich-geologischen Gründe für die Beendigung des Projekts zu liefern. Als Referenten haben zugesagt: Prof. Duphorn (Kiel), Dr. Detlef Appel (PanGeo Hannover), Prof. den Hartog (Groningen, NL) und Prof. Bertram (Braunschweig). Rückfragen richten Sie bitte an das BI-Büro (Programm) Tagungsort ist Dannenberg, Hotel "Alte Post" 10-17.45 Uhr Wolfgang Ehmke |
Bearbeitet am: 30.09.1999/ad