| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
|
vom 19.09.1999
Atomausstieg: nicht
kleckern sondern klotzen
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg widerspricht Jürgen Trittin
| "Woher nimmt Jürgen Trittin sein
"Wissen", dass wir im Wendland den Widerstand gegen Atomtransporte aufgeben,
sollte es irgendwelche, nicht einmal näher definierte "Fortschritte" in der
Ausstiegsdebatte geben?" Diese Frage wirft die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
auf, nachdem Bundesumweltminister Trittin im ZDF am Freitagabend sich entsprechend
geäußert hatte. "Bei Atomausstieg müsse geklotzt und nicht gekleckert
werden", sagte BI-Sprecher Wolfang Ehmke und wies gleich den Weg: Die Haltung der rot-grünen Bundesregierung zum Atomausstieg dürfe nicht von etwaigen Entschädigungforderungen der Stromkonzerne diktiert werden, fordert die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg. "6 Milliarden DM will der Bund für den Bau des fragwürdigsten Verkehrsprojekts der Nachkriegszeit, des Transrapid, locker machen. Auf der anderen Seite tritt das Schröder-Kabinett bei den Ausstieggesprächen schon auf die Bremse, wenn für die Stillegung des Schacht Konrads (1,4 Mrd), des Endlagerbergwerks Gorleben (2,2 Mrd) oder die überflüssige Pilot-Konditionierungsanlage Gorleben (800 Mio.) eine Kostenerstattung droht - deren Berechtigung arg bezweifelt wird", so Ehmke an die Adresse des Superministers Jürgen Trittin, der zur Zeit auch das Verkehrsressort kommisarisch vertritt. Das Bundeskabinett solle sich besser stark machen für den Erhalt der Stadtwerke. Dort und nicht in der Atomwirtschaft werde in rasanter Weise wertvolles Kapitel vernichtet und stünden Abertausende von Entlassungen an, gibt die BI zu bedenken. Wolfgang Ehmke 05863/1857 |
Bearbeitet am: 19.09.1999/ad