| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
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vom 17.09.1999
"PKA Gorleben - Atomanlage mit hohem
Gefahrenpotential"
| Wer immer noch glaube, die Pilot-Konditionierungsanlage (PKA)
Gorleben sei eine kleine Probeeinrichtung zur Verpackung von Atommüll, täusche sich
schwer, warnte Diplomphysiker Wolfgang Neumann von der Gruppe Ökologie Hannover (GÖK).
Auf Einladung der Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg referierte
Neumann am Donnerstagabend in Trebel, schließlich stehe die Betriebserlaubnis für die
PKA "unmittelbar bevor", so Neumann. Gemessen am beantragten Aktivitätsinventar
werde deutlich, dass die PKA eine Atomanlage mit hohem Gefahrenpotential sei, unterstrich
der Referent. Wenn die Betreiberin der PKA, die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS),
von sich aus auf den "heißen Betrieb" noch verzichten wolle, so sei das
Augenwischerei: gerade die angestrebten Serviceleistungen für das
Brennelement-Zwischenlager belegten, dass die GNS kommerzielle Zwecke und keinerlei
Probebetrieb im Auge habe. Der Tag-X-Sack mit über 2.700 Unterschriften gegen die Atommüllfabrik wird nun zur Post getragen und Bundesumweltminister Jürgen Trittin übersandt. Die Verknüpfung der Proteste gegen weitere Castortransporte und gegen die PKA sei der BI ein besonderes Anliegen, sagte deren Vorsitzende Susanne Kamien. Am 3. Oktober wird in Gorleben erneut gegen die PKA demonstriert, denn die PKA sei vom Gefahrenpotential her als besonders gefährlich einzuschätzen. Ein politisches Erntedankfest" mit bislang noch unverstrahlten Früchten erwartet die Kundgebungsteilnehmer/innen seitens der Bäuerlichen Notgemeinschaft. Vor allem das Zahlenwirrwarr in den Antragsunterlagen der GNS habe die Skepsis der Atomkraftgegner/innen immer mehr geweckt. Es bleibt dabei: die PKA wird unser Elchtest für die Ausstiegsversprechen von Rot-Grün in Berlin", erinnert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Wer Interesse an einer fundierten Auseinandersetzung mit der PKA-Planung hat, kann sich auch die neueste Ausgabe der BI-Schriftenreihe "Zur Sache" besorgen, die ab sofort im Lüchower BI- Büro erhältlich ist. Wolfgang Ehmke 05863/1857 |
Bearbeitet am:17.09.1999 /ad