| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
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vom 12.09.1999
Atomkraftgegner appellieren:
Atomausstieg nicht von Kostenneutralität abhängig machen
| In die regierungsinterne Debatte
zwischen Wirtschaftsminister Werner Müller und Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) um
den Atomausstieg mischen sich Umweltverbände und Bürgerinitiativen mit ihren Forderungen
immer stärker ein. Die Grünen sollten sich in der Frage des Atomausstiegs nicht von dem
Gesichtspunkt der Kostenneutralität leiten lassen, sagte der Sprecher der BI Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke, gestern auf einem Symposium der
Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. In der direkten Debatte mit Jürgen Trittin, warf er
ihm vor, den Wählerauftrag zu konterkarieren, wenn der Ausstieg nur dann vorankäme, wenn
dieser entschädigungsfrei vollzogen werden. "Wenn sicherheitsrelevante und
entsorgungspolitische Fragen an die zweite Stelle gerückt werden, wird es aus dem
Bundesumweltministerium auch kein Veto gegen die Inbetriebnahme der
Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) in Gorleben oder gegen ein Atommüllendlager im Schacht
Konrad bei Salzgitter geben", fürchtet die Bürgerinitiative. "Wir demonstrieren am 3. Oktober erneut in Gorleben gegen die PKA und machen uns auf den Weg nach La Hague. Endgültig verabredet mit den Initiativen in Frankreich ist ein Meeting am letzten Oktoberwochenende, denn am 31.Oktober wird es dort im Rahmen eines internationalen Aktionstages gegen Atomtransporte auch eine gemeinsame Aktion geben", kündigte Ehmke an. In La Hague stehen seit März 1998 sechs Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen, die nach Gorleben transportiert werden sollen. Die DB ließ unlängst verlauten, dass die Reparatur einer Jeetzelbrücke bei Hitzacker jedoch nicht vor Oktober nächsten Jahres abgeschlossen sei. "Darauf verlassen wir uns nicht, denn es wäre auch denkbar, die Behälter andernorts denn in Dannenberg von der Schiene auf die Straße zu verladen", heißt es seitens der BI. Wolfgang Ehmke |
Bearbeitet am: 12.09.1999/ad