| Aussenminister Joschka Fischer (Grüne) und Vertreter der Stromwirtschaft
haben sich nach Berichten der großen Wochenzeitschriften Focus" und
Spiegel" zwecks Verständigung in der Frage des Atomausstiegs getroffen.
Fischer habe den Presseberichten zufolge erklärt, er würde die Belange der
Energiekonzerne berücksichtigen. Diese Fischer-Äusserung läßt die BI Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg nicht unkommentiert: "Wann und wo jedoch werden die Belange der
Atomkraftgegner/innen berücksichtigt, die die Grünen aufgrund ihrer Wahlaussagen
unterstützt haben?", fragt die BI. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke:"Die Folge einer
Nicht-Umsetzung des Atomausstiegs ist eine massive Störung des Verhältnisses
Anti-Atom-Bewegung zu Rot-Grün." Das Gefeilsche um Restlaufzeiten, die am Ende den
Reaktorpark sichern, habe man satt. Schließlich ginge es nicht um Profit-, sondern um
(Überlebens-) Interessen: um das Risiko Atomkraft und das Atommülldilemma. Wolfgang
Ehmke
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