Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.
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vom 11.07.1999

Sozialdemokratische Umfaller

"Von allen guten Geistern verlassen" sei der SPD-Bundestagsabgeordnete Arne Fuhrmann, der anlässlich einer Besichtigung in Gorleben erklärte, er halte es für sinnvoll, den Salzstock weiterhin zu erkunden. Die Reaktion der Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg auf dieses Statement Fuhrmanns, der mit 11 niedersächsischen Bundestagsabgeordneten der SPD und der umweltpolitischen Sprecherin der Sozialdemokraten, Ulrike Mehl, im Wendland weilte, fällt äußerst harsch aus. Fuhrmann hatte sich anläßlich seines Besuches auf der Baustelle sogar gegen ein Moratorium beim Endlagerbau ausgesprochen, also gegen die rot-grüne Koalitionserklärung in Sachen Endlager Gorleben Front gemacht.

Völlig sachfremd sei diese Stellungnahme, weil allein das Moratorium eine Chance dafür darstelle, sowohl bei der Endlagersuche neue Wege einzuschlagen als auch das Ende des Endlagerbaus in Gorleben sozialverträglich abzuwickeln, betont BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. "Fuhrmann hat das anti-nukleare ABC verlernt, denn zu den Eigungskriterien des Salzstocks schweigt er sich aus. Die Sozialdemokraten suchen nicht einmal das Gespräch mit den Gorleben-Kritikern und fallen dem Widerstand in den Rücken", kritisiert die BI.

 

Wolfgang Ehmke
05843/1689

Bearbeitet am: 11.07.1999/ad


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