| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
|
vom 15.03.1999
| Die Staatsanwaltschaft
Hanau hat das Ermittlungsverfahren gegen die Deutsche Bahn AG wegen des Verdachts auf
Freisetzung ionisierender Strahlen eingestellt. Zur Erinnerung: hohe Wogen schlug der
"Castor-Skandal" im Mai vergangenen Jahres, als bekannt wurde, daß
kontaminierte Atommüllbehälter kreuz und quer durch die Lande transportiert wurdenmit
Wissen der Betreiber. Die damalige Umweltministerin Merkel erließ den immer noch gültigen Transportstop. Die BI erstattete Anzeige, u.a. gegen die Deutsche Bahn AG. Ein dreiviertel Jahr immerhin brauchte Oberstaatsanwalt Geschwinde, um festzustellen, daß zwar die Deutsche Bahn AG die strahlenden Behälter beförderte, die Firma Nukleare Transportleistungen GmbH (NTL) jedoch verantwortlich für die Genehmigungen gewesen sei. Und diese wiederum sei von der französischen Partnerfirma Transnucleaire Paris (TNP) über die Kontaminierungen nicht informiert worden. "Mal wieder wird der Schwarze Peter von einer Stelle zur anderen weitergereicht, und am Schluß muß sich niemand verantworten - so enden die meisten Skandale in dieser Branche", kommentiert die BI.
|
Bearbeitet am: 15.03.1999/ad