| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
|
vom 26.05.1999
Keine Entwarung für Castor-Transporte
| Widersprüchliches in Sachen Atomtransporte
ist derzeit aus Bonn bzw. Hannover zu vernehmen. Nach einem Arbeitsbesuch des
niedersächsischen Ministerpräsidenten Glogowski und seines Umweltministers Jüttner in
Bonn hieß es, bis zum Jahr 2001 gäbe es keine Castortransporte nach Gorleben. Wegen der
vielfältigen Beanspruchung der niedersächsischen Polizei durch Messen und die Expo 2000
könne die Transportsicherung nicht gewährleistet werden. "Daß sich die Landesregierung für einen Transportestopp einsetzt, registrieren wir positiv, schließlich haben wir vor kurzem Gerhard Glogowski aufgefordert, sich für den Transportestopp einzusetzen," schreibt dazu die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg. Ihr Sprecher Wolfgang Ehmke verweist aber darauf, daß Kanzleramtsminister Hombach in allernächster Zeit zu regierungsoffiziellen Verhandlungen nach Frankreich fährt. Thema dort sind auch der anhaltende Tranportestopp von deutschen Atomkraftwerken zur französischen Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague sowie die Frage der Rückführung von verglasten hochradioaktiven Abfällen in die Bundesrepublik. Seit März 1998 stehen in La Hague 6 Container mit WAA-Abfällen, die in Gorleben eingelagert werden. Ehmke: "Bei uns gibt es deshalb keine Entwarnung, im Gegenteil, die angelaufene Mobilisierung wird nicht gestoppt, damit es beim Castor-Stopp bleibt." Wolfgang Ehmke |
Bearbeitet am:26.05.1999 /ad