| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | |||
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vom 10.05.1999
Atomanlagen in Gorleben
Offener Brief an das:
BMU
Abteilung RS
MinDir Wolfgang Renneberg
per Fax 0228/ 305 3965
| Sehr geehrter Herr Renneberg, Ihre Äusserungen auf der Fachtagung in Hannover am 3. Mai in Hannover zu den Themen Atomtransporte, Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) und Endlagermoratorium haben uns verärgert und irritiert. So zeichnet sich offensichtlich die Linie ab, innerdeutsche Castortransporte wieder zuzulassen, die Transporte zur Wiederaufarbeitung der abgebrannten Brennelemente im Ausland hingegen zu stoppen. Zu durchsichtig ist dabei der Versuch, anstelle eines gesetzlichen Verbots der Wiederaufarbeitung diese auf kaltem Wege zu erledigen. Warum aber der Castor im Vergleich zu anderen Behältertypen nicht kontaminationsanfällig sein soll, das müßten Sie uns einmal erklären, weil die Beobachtungen in den USA ganz andere sind. Sie finden die PKA als Serviceanlage für das Zwischenlager sinnvoll, der Bundesumweltminister Jürgen Trittin widerspricht am nächsten Tag. Was gilt? Das Endlagermoratorium käme "in Kürze", sagten Sie in Hannover. Ostern ist schon ein dehnbarer Begriff, denn Ostern 1999 sollte eigentlich klar sein, wie aus dem Endlagerbau in Gorleben ausgestiegen werden kann. Warum wird der Antrag auf Verlängerung des Rahmenbetriebsplans für den Endlagerbau über den 31.12.99 seitens des Bundes als Bauherrin nicht zurückgezogen? Leider wurde unsere Delegation, die sich kurz nach Ostern auf den Weg nach Bonn machen wollte, kurzfristig ausgeladen. Angesichts der Sachlage schlagen wir Ihnen vor, ins Wendland zu kommen und vor Ort die Bonner Vorstellungen zum Atomausstieg und zur Rolle der Gorleben-Anlagen zu erörtern. Teilen Sie uns diesbezüglich mit, wie Sie zu diesem Vorschlag stehen und welche Termine in Frage kommen.
Es grüßt Sie Wolfgang Ehmke für die BI |
Bearbeitet am: 10.05.1999/ad